Samstag, 5. Juni 2021

Die Heilige Messe

In der Todesstunde werden die heiligen Messen, denen du mit Andacht beigewohnt hast, dein größter Trost sein.
Jede heilige Messe wird dich zum Richterstuhl Gottes begleiten und dort für dich Fürsprache einlegen.
Durch jede heilige Messe kannst du nach dem Maße deiner Andacht deine zeitlichen Sündenstrafen abbüßen.
Wenn du der heiligen Messe mit Andacht beiwohnst, erweist du der heiligen Menschheit unseres Heilandes die größte Ehre.
Christus leistet Ersatz für alle deine Nachlässigkeiten und Vergehungen.
Er lässt dir jene lässlichen Sünden nach, die du nach Kräften zu meiden entschlossen bist. Er vergibt dir auch alle Sünden, deren du dir nicht bewußt bist und die du niemals gebeichtet hast. Die Gewalt des Teufels über dich ist gebrochen. Den Seelen im Fegfeuer gewährst du den größten Trost.
Eine einzige heilige Messe, der du im Leben andächtig beiwohnst, wird dir von größerem Nutzen sein, als viele, die für dich aufgeopfert werden.
Du wirst vor vielen Gefahren und vor vielem Unglück bewahrt, dem du sonst erlegen wärest. Durch jede heilige Messe verkürzest du dein Fegfeuer.
Jede heilige Messe gewinnt für dich einen höheren Grad der Glorie im Himmel.
Der Segen des Priesters, den du in der heiligen Messe empfängst, wird von Gott selbst bestätigt.. Du bist von einer großen Zahl heiliger Engel umgeben, die dem anbetungswürdigen Opfer mit Andacht beiwohnen.
Deine zeitlichen Angelegenheiten werden besonders vom Himmel gesegnet sein.
Wenn Du der heiligen Messe beiwohnst und dieselbe zu Ehren eines Heiligen Aufopferst, danke Gott für die Gnaden, die Er ihm erteilt. Du vermehrst dadurch seine Glorie, seine Freude und eine himmlische Glückseligkeit und ziehst seinen besonderen Schutz auf dich herab.

Gebet zum heiligen Bonifatius

Quelle: Wikipedia



















V: Apostel der Deutschen, heiliger Bonifatius! In kraftvollem Wirken hast du den Stämmen unseres Volkes den christlichen Glauben gebracht.
A: Hilf uns, das heilige Erbe zu wahren.
V: Heiliger Bonifatius! Du hast in die Nacht des Heidentums das leuchtende Licht der Frohbotschaft getragen.
A: Hilf uns, Christus und seiner Kirche die Treue zu halten, und laß unser Volk nicht zurückfallen in ein zweites Heidentum.
V: Heiliger Bonifatius! Du hast die Kirche Deutschlands in Treue mit dem Stellvertreter Christi auf Erden verbunden.
A: Stärke uns in der Treue zum Nachfolger des heiligen Petrus.
V: Heiliger Bonifatius! Du hast die Kirche Deutschlands geordnet, hast Bistümer gegründet und Oberhirten eingesetzt, für das Volk Gottes zu sorgen.
A: Erbitte unseren Bischöfen Erleuchtung und Kraft, damit sie das Werk des Glaubens fortführen und verteidigen. Dem christlichen Volke aber erbitte freudige Ergebenheit gegen seine Oberhirten, besonders für die Zeiten des Kampfes und der Entscheidung.
V: Heiliger Bonifatius! Du hast in deutschen Landen Klöster gegründet als heilige Gottesburgen des Glaubens und der Kirche.
A: Segne die deutschen Klöster und Ordenshäuser, laß sie wachsen nach innen und nach außen und schütze sie gegen die Angriffe ihrer Feinde.
V: Heiliger Bonifatius! Du hast das Licht des Glaubens mitten hineingetragen in Unglauben und Aberglauben; stets waren die Christen deine besondere Sorge, die in heidnischer Umwelt leben mußten. Auch heute müssen viele unserer Brüder ihren Glauben wahren inmitten von Unglauben, Irrglauben und Gotteshaß.
A: Komm ihnen zu Hilfe, die in der Zerstreuung leben, die deinem Schutze besonders anempfohlen sind! Hilf ihnen das heilige Erbe zu wahren, hilf ihnen treu nach ihrem Glauben zu leben, für ihren Glauben zu kämpfen und Opfer zubringen.
V: Heiliger Bonifatius! Du hast für den Glauben unseres Volkes in heiliger Bereitschaft und Freude selbst dein Leben hingegeben.
A: Erflehe auch uns diesen heiligen christlichen Starkmut, daß wir lieber bereit sind zu sterben, als das Erbe unserer Väter, den heiligen katholischen Glauben zu verleugnen.
V: Heiliger Bonifatius! Laß uns eingedenk sein der großen christlichen Geschichte des Reiches der Deutschen, der großen Gnaden, die der Herr gerade unserem Volke geschenkt hat!
A: Hilf uns, das heilige Erbe unseres Glaubens zu bewahren.
V: Bitte für uns heiliger Bonifatius.
A: auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.
V: Lasset uns beten. O Gott, Du hast durch den Eifer Deines heiligen Märtyrers und Bischofs Bonifatius zahlreiche Völker zur Erkenntnis Deines Namens huldvoll berufen. Laß uns die Macht seiner Fürbitte erfahren! Durch Christus, unsern Herrn. Amen


entnommen aus: Gottesdienst, Gebet- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising, Michael Kardinal Faulhaber 25. Februar 1950


Wie bitter nötig haben wir die Fürsprache des Deutschlandsapostels gerade in der heutigen Zeit. Das 2. Heidentum ist gar einem Atheistentum gewichen. Selbst die Katholiken halten sich zum großen Teil nicht mehr an die 10 Gebote und die Kirchengebote, z. B. kein vorehelicher Geschlechtsverkehr, Sonntagspflicht etc.
Der Papst und die Kardinäle und Bischöfe kämpfen nicht mehr für den Glauben bzw. verbreiten Irrlehren, z. B. wir glauben mit den Moslems an denselben Gott!

Heiliger Bonifatius bitte für uns!

Magnifikat

Hochpreist meine Seele den Herrn
und mein Geist jubelt in Gott, meinen Heiland,
denn geschaut hat er auf die Demut seiner Magd,
denn siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter,
denn Großes hat an mir getan der mächtig ist und heilig ist sein Name.
Und seine Barmherzigkeit gilt von Geschlecht zu Geschlecht denen, die ihn fürchten.
Machtvollles hat er getan mit seinem Arm,
zerstreut hat er, die hochmütig sind in ihres Herzens Sinn.
Mächtige hat er vom Thron gestürzt und Demütige erhöht.
Hungrige hat er gesättigt mit Gütern
und Reiche leer fortgeschickt.
Angenommen hat er Israel, seinen Knecht,
eingedenk seiner Barmherzigkeit,
wie er zu unseren Vätern gesprochen hat,
zu Abraham und seinem Samen auf ewig.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geist.
Wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen.


lateinisch

Magníficat ánima mea Dóminum.
Et exsultávit spíritus meus: in Deo salutári meo.
Quia respéxit humilitátem ancíllae suae:
Ecce enim hoc beátam me dicent omnes generatiónes.
Quia fecit mihi magna, qui potens est:
et sanctum nomen ejus.
Et misericordía ejus, a progénie in progénies:
timéntibus eum.
Fecit poténtiam in brácchio suo:
dispérsit supérbos mente cordis sui.
Depósuit potentes de séde: et exaltávit húmiles.
Esuriéntes implévit bonis:
et dívites dimísit inanes.
Suscépit Israel púerum suum:
recordátus misericórdiae suae.
Sicut lócutus est as patres nostros:
Abraham et sémini ejus in sáecula.
Glória Patri et Fílio et Spíritui Sancto.
Sicut erat in princípio, et nunc et semper,
et in sáeculo saeculórum. Amen.



entnommen aus Römischen Brevier vom 25.Juli 1960

Fest des hl. Bonifatius, Bischofs und Martyrers

Quelle: Wikipedia
Er war um 675 in England geboren und wurde Mönch im Kloster Nhutscelle. Aus innerem Antrieb unternahm er opfervolle Missionsreisen zur Bekehrung der germanischen Heiden. Von angelsächsischen Mönchen und Nonnen unterstützt, wirkte er, 722 in Rom zum Bischof geweiht und 732 zum Erzbischof und päpstlichen Legaten für Deutschland bestellt, mit unermüdlichem Eifer zur Verbreitung des Glaubens. Er schuf in Bayern, Hessen und Thüringen die kirchliche Organisation und erneuerte auch die fränkische Kirche, besonders durch Reformsynoden. Seit 747 Erzbischof von Mainz, zog er nach einigen Jahren in hohem Alter nochmals in das heidnische Friesland, wo er mit mehr als 50 Gefährten am 5. Juni 754 bei Dokkum um des Glaubens willen erschlagen wurde. In der Krypta des Doms von Fulda ist das Grab des Apostels von Deutschland, an dem sich die deutschen Bischöfe alljährlich zu ihren Beratungen versammeln.


Graduale

Freuet euch, daß ihr teilnehmen dürft an den Leiden Christi, damit ihr auch bei der Offenbarung Seiner Herrlichkeit frohlocken und euch freuen könnt. Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um Christi Namen willen; dann ruht ja Ehre und Herrlichkeit und Gottes Kraft und Sein Geist auf euch. Alleluja. Alleluja.
Ich gieße einen Strom von Frieden über ihn und Herrlichkeit gleich einem hochgeschwollenen Sturzbach.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Freitag, 4. Juni 2021

Sittenlehre von dem geistlichen Tempel, welche der Christ selbst ist

Das Fest der Kirchweihe erinnert lebhaft an das lebendige Gotteshaus, das nach dem angeführten Worten des heiligen Paulus, du selbst bist.


Erbaut wurdest du durch Gottes Hand; Er hat dich selbst erschaffen, du bist Sein Werk. - Bestimmt bist du für ihn; Er hat dich für sich, zu Seiner Ehre erschaffen. - Geweiht wurdest du in der heiligen Taufe; da wurde alles Unheilige aus dir entfernt, und du wurdest geheiligt und ausgeschmückt mit der heiligmachenden Gnade und mit den sieben Gaben des Heiligen Geistes, Der nun in dir Seine Wohnung aufgeschlagen hat. - Konsekriert bist du geworden in der heiligen Firmung, welche die Vollendung, die Besiegelung der heiligen Taufe ist. - In der heiligen Kommunion hat dich der Gottmensch zur lebendigen Monstranz, zum heiligen Tabernakeln gemacht; er ist mit Gottheit und Menschheit in dich eingezogen. - Das ewige Licht vor dem Allerheiligsten soll deine Liebe zu Christus sein; sie soll nie ausgehen und sollte dich in seinem Dienste verzehren. - Der Hochaltar soll sein dein Herz, dein Wille, der ganz und ausschließlich Gott angehören darf. - Das tägliche Opfer auf deinem Altare sind die Entsagungen, welche der Dienste Gottes fort und fort von dir fordert; es sind die Kreuze du Leiden, die du mit williger Hingabe an den Willen Gottes ertragen sollst. Die leuchtenden Kerzen müssen deine heiligen, gottgefälligen Werke sein nach Christi Wort: "Laßt euer Licht leuchten, damit die Menschen eure Werke sehen und den Vater preisen, Der im Himmel ist." - Die heiligen Bilder, das müssen sein die frommen Gedanken und die heiligen Vorstellungen deiner Seele. Wenn du das Leiden des Herrn betrachtest, oder die Geheimnisse des Rosenkranzes oder das Leben der Heiligen, so schmückt sich deine Seele mit den 14 Stationsbildern, mit den 15 Rosenkranzbildern, mit den Gemälden von Heiligen und ihren tugendreichen Taten. - Die Kanzel und der Prediger, das ist dein vom heiligen Glauben erleuchtetes Gewissen, durch dessen Stimme Gott selbst dich vom Bösen abmahnt und zum Guten ermuntert. - Das Bußgericht hältst du, so oft du dein Gewissen erforschest, deiner Sünden dich in aufrichtiger Reue vor Gott anklagst. Da absolviert dich Gott, wenn du anders gewillt bist, deine Sünden auch dem von ihm verordneten Priester zu bekennen. - Der duftende Weihrauch, die Töne der Orgel und der kirchliche Gesang vor Gott, das sollen deine Gebete sein, die als Anbetung, Dank, Lob, Bitte, Klage zu ihm aus deiner Seele aufsteigen. - Die Türen in das innere Heiligtum sind deine fünf Sinne, durch welche nichts Unheiliges, Unerlaubtes eingehen darf. - Die Glocken, welche die Menschen von ihr Alltagsgeschäften zum Gottesdienste rufen, das sollen sein deine gottgefälligen Reden, durch welche Nebenmenschen von der Sünde abgemahnt, zum Dienste Gottes angeregt und erbaut werden sollen.


Dies solltest du sein, mein Christ; so meint es der heilige Paulus, wenn er sagt: "Ihr seid Tempel des lebendigen Gottes." Daran soll dich heute das Kirchweihfest erinnern, wie der heilige Augustin schreibt: "So oft ihr, geliebteste Brüder, das Fest der Kirchweihe begeht, lasset uns zu neuem Eifer anspornen, gerecht und heilig zu leben, dann wird alles, was in den Tempeln von Steinen geschieht, ganz auch in uns erfüllt werden. Lasset uns mit Seinem Beistande bestreben, daß sich in Seinem Tempel, der wir sind, nichts finde, was das Auge Seiner Majestät beleidige. Die Wohnung unseres Herzens werden von Lastern gereinigt und mit Tugenden geschmückt; sie werde dem Teufel verschlossen und für Christus geöffnet."


Und nun bedenke, was es heißt, diesen Tempel Gottes zu entheiligen, schänden, wenn statt Christus der Teufel auf dem Altar deines Herzens thront, indem du einer sündhaften Leidenschaft frönst, wenn du deine Seele zum Tummelplatz von sündhaften Gedanken und Begierden machst, wenn deine Worte und Werke den Nächsten statt zum Gottesdienste zum Dienste des Teufels lockest, wenn du deinen Sinnen alles gestattest, was sie immer nur begehren, wenn du deinen Leib und die Glieder deines Leibes durch schmachvolle Sünden schändest usw.
"Wisset ihr nicht, daß ihr Tempel Gottes seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr. Wenn aber jemand den Tempel Gottes entehrt, den wird Gott verderben." (1.Kor.3.16,17)




entnommen aus: Katholische Handpostille, P. Leonhard Goffine, 69. Auflage, Imprimatur München 9.Juli 1935

Donnerstag, 3. Juni 2021

Morgengebet der Demut

"Behüte, mich, o Gott, diesen Tag, damit ich Dich nicht verrate! Bewahre mich vor mir selbst und dem Verräter in meinem Herzen, der mich so oft untreu gegen Dich macht. Heile meine Seele, die so manches an sich hat, was Dir mißfällt!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hl. Philipp Neri
 
 
 
entnommen aus: Die Schule der Demut, P. R. F. Clarke, S. J. Imprimatur 27.02.1900

Fronleichnamsfest - Festum Sanctissimi Corporis Christi

Aus dem Schoß der heiligsten Dreifaltigkeit tritt der Sohn Gottes durch die Menschwerdung in den Schoß des Menschengeschlechtes ein und, die Menschwerdung lebenbringend gleichsam erweiternd, durch die heiligste Eucharistie (als Speise) in die Seelen der einzelnen. Dankbar feiert deshalb die heilige Kirche nicht bloß die heiligste Dreifaltigkeit und die Menschwerdung, sondern auch die Einsetzung des Allerheiligsten Altarsakramentes. Wohl gedachte sie schon am Gründonnerstag dieses Liebeserweises des scheidenden Erlösers, wohl ist jede Meßfeier eine Huldigung an die heiligste Eucharistie; aber es drängt die Kirche, ihrem Dank, ohne die dunklen Schatten der Karwoche, in ungetrübtem Jubel Ausdruck zu verleihen.
Die Liturgie des Fronleichnamsfestes feiert das allerheiligste Altarsakrament als Opfer, als Kommunion (Opferspeise) und, wegen der dauernden Gegenwart Christi im Tabernakel, als Gegenstand der Anbetung.
Die erste Anregung, wenn auch nicht den entscheidenden Grund zu einer eucharistischen Festfeier an diesem Tage, bot eine Vision der hl. Juliana von Lüttich(+ am 5. April 1258). Für den Lütticher Sprengel führte Bischof Robert das Fest im Jahr 1246 ein; 1252 ordnete es der Dominikanerkardinal Hugo für Westdeutschland und die Niederlande an; 1246 wurde es durch Papst Urban IV., ehemals Erzdiakon zu Lüttich, als "Fest des Leibes Christi" (im Deutschen gut mit vronlichnam = Herrenleib wiedergegeben) dem Festkranze der ganzen lateinischen Kirche eingereiht. Der hl. Thomas von Aquin wurde beauftragt, die Texte für das Offizium und die Messe des neuen Festes zusammenzustellen. Einen weiteren Ausbau erhielt die Festfeier durch die Prozession (in Köln schon im Jahre 1279), in der die glaubensvolle Einheit der Katholiken kraftvoll zum Ausdruck kommt.


Oratio

O Gott, Du hast uns in dem wunderbaren Sakramente das andenken an Dein Leiden hinterlassen; wir bitten Dich: laß uns die heiligen Geheimnisse Deines Leibes und Blutes so verehren, daß wir die Frucht Deiner Erlösung allezeit in uns erfahren: der Du lebst.


Epistola (1 Kor. 11, 23-29)

Brüder! Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch überliefert habe: Der Herr Jesus nahm in der Nacht, in der er verraten wurde, Brot, dankte, brach es und sprach: "Nehmet hin und esset; das ist Mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu Meinem Andenken." Ebenso nahm Er den Kelch nach dem Mahle und sprach: "Dieser Kelch ist der Neue Bund in Meinem Blute. Tut dies so oft ihr ihn trinkt, zu Meinem Andenken." Denn so oft ihr dieses Brot esset und diesen Kelch trinket, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis Er wiederkommt. Wer also unwürdig dieses Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, der versündigt sich am Leibe und Blute des Herrn. Daher prüfe sich der Mensch, und so esse er von diesem Brote und trinke aus diesem Kelche. Denn wer unwürdig ißt und trinkt, der ißt und trinkt sich das Gericht, da er den Leib des Herrn nicht (von gewöhnlicher Speise) unterscheidet.



Evangelium (Jo. 6, 56-59)

In jener Zeit sprach Jesus zu den Scharen der Juden: " Mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise, und Mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, der bleibt in Mir und Ich in ihm. Wie Ich, vom lebendigen Vater gesandt, durch den Vater lebe, so wird auch der welcher Mich ißt, durch Mich leben. (Durch die hl. Kommunion tritt die Seele in eine ähnliche Lebensgemeinschaft mit Christus, wie sie zwischen Gott-Vater und Gott-Sohn besteht.)
Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, nicht wie das Manna, das eure Väter gegessen haben und doch gestorben sind. Wer dieses Brot ißt, der wird ewig leben."


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Mittwoch, 2. Juni 2021

Gedächtnis der hll. Marcellinus, Petrus Martyrer und Erasmus, Bischofs und Martyrers

hl. Erasmus
Quelle: Wikipedia
Der hl. Marcellinus war römischer Priester und erlitt mit dem Exorzisten Petrus um 303 bei Rom den Martertod.

Der hl. Erasmus ist einer der Vierzehn Nothelfer.


Epistola

Brüder! Ich halte dafür, daß die Leiden dieser Zeit nicht zu vergleichen sind mit der künftigen Herrlichkeit, die an uns offenbar wird. Auch das Sehnen der Schöpfung ist ja ein Harren auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Denn die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch Den, Der sie unterworfen hat. Doch gab Er der Schöpfung die Hoffnung, daß auch sie einst von der Knechtschaft des Verderbens befreit und zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes gelangen werde. Wir wissen ja, daß alle Geschöpfe seufzen und in Wehen liegen bis auf diesen Tag. Aber nicht allein sie, auch wir, die wir die Erstlingsgabe des Geistes bereits besitzen, seufzen in unserem Inneren und harren auf die (Vollendung der) Kindschaft Gottes, die Erlösung unseres Leibes: in Christus Jesus, unserem Herrn.



entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Dienstag, 1. Juni 2021

Fest der hl. Angela Merici, Jungfrau

Quelle: Wikipedia
Sie war 1474 zu Desenzano am Gardasee geboren und gründete in Brescia einen religiösen Verein von Jungfrauen, aus dem sich 1535 der Orden der Ursulinen entwickelte. Ihr Leben war reich an außerordentlichen Gnadenerweisen Gottes. Sie starb 1540 zu Brescia.


Oratio

O Gott, Du wolltest durch die hl. Angela eine neue Genossenschaft gottgeweihter Jungfrauen in Deiner Kirche erblühen lassen: gib, daß wir auf ihre Fürsprache engelgleich leben, damit wir allem Irdischen entsagend die ewigen Freuden genießen dürfen.




entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Montag, 31. Mai 2021

Regína caeli

Freu dich du Himmelskönigin, alleluja.
Den du zu tragen würdig warst, alleluja.
Er ist auferstanden, wie er gesagt, alleluja.
Bitt Gott für uns, alleluja.
Freue dich und frohlocke, o Jungfrau Maria, alleluja.
Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden, alleluja.
Lasset uns beten. O Gott Du hast in Deiner Huld
die Welt durch die Auferstehung Deines Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus, erfreut;
laß' uns, wir bitten Dich, durch Seine Mutter,
die Jungfrau Maria, die Freuden des ewigen Lebens erlangen.
Durch Ihn Christus, unsern Herrn. Amen.

(wird gebetet in der österlichen Zeit anstatt des "Engel des Herrn" von Karsamstag-Mittag bis zum Mittag des Samstags vor dem "Dreifaltigkeitssonntag" einschließlich - Morgens 5.30 Uhr, Mittags um 12.00 Uhr, Abends zur Sommerzeit um 20.30 Uhr im Winter um 18.00 Uhr)


lateinisch

Regína caeli, laetáre, allelúja.
Quia quem meruísti portáre, allelúja.
Resurréxit sicut dixit, allelúja.
Ora pro nobis Deum, allelúja.
Gaude et laetáre, Virgo María, allelúja.
Quia surréxit Dóminus vere, allelúja.
Orémus. Deus, qui per resurrectiónem Fílii tui
Dómini nostri Jesu Christi Mundum laetificáre dignátus es:
praesta quaésumus; ut per ejus Genitrícem Virginem Mariam
perpétuae cpiámus gáudiae vitae.
Per eúndem Christum Dóminum nostrum. Amen.

entnommen aus Schott Meßbuch Imprimatur 1958