Mittwoch, 26. April 2017

Fest der hll. Kletus und Marcellinus, Päpste und Martyrer

Der hl. Kletus war der zweite Nachfolger des hl. Petrus und wird im Verzeichnis der Päpste für die Zeit von 76 bis 89 genannt. Der Name des hl. Kletus wird im Meßkanon vor der hl. Wandlung aufgeführt.


Der hl. Marcellinus war römischer Abkunft und Papst von 296 bis 304. Er starb unter Diokletian als Martyrer durch Enthauptung.




Oratio


Ewiger hirte, schau huldvoll auf Deine Herde; behüte und schütze sie immerfort durch Deine hll. Martyrer und Päpste Kletus und Marcellinus, die du der ganzen Kirche als Hirten gewährt hast. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Dienstag, 25. April 2017

Abendgebet für die Kleinsten

Müde bin ich, geh zur Ruh,
schließe meine Augen zu;
Vater, laß die Augen dein
über meinem Bette sein!

Hab ich Unrecht heut getan,
sieh es lieber Gott nicht an;
deine Gand und Jesu Blut
macht ja allen Schaden gut. Amen.


entnommen aus Gottesdienst Gebets- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising 1957

Kurze Gebetlein während des Tages 1

Quelle Wikipedia
Befestige, o Herr Jesu! meine Schritte in Deinen Fußstapfen, damit ich nie vom rechten Wege abweiche und niemals etwas tue, rede, sehe oder begehre, was Dir mißfällig und meiner Seele schädlich sein könnte.


entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914

Tischgebet

Quelle: Billerantik
Vor dem Essen

O Gott, von dem wir alles haben,
wir preisen dich für deine Gaben,
Du speisest uns, weil du uns liebst;
o segne auch, was du uns gibst!

Nach dem Essen

O Gott, dir sei für Speis und Trank,
für alles Gute Lob und Dank!
Du gabst, du willst auch immer geben,
dich preise unser ganzes Leben!


entnommen aus Gottesdienst Gebets- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising 1957

Rogationsmesse - Bittamt

Quelle: Wikipedia - Dürer
Vor dem II. Vatikanischen Konzil waren die 3 Werktage vor Christi Himmelfahrt Bittage, die mit Bittprozessionen und einem Bittamt begangen wurden.

Um das durch allerlei Unglücksfälle gebeugte Volk wieder aufzurichten, ordnete nach der Mitte des 5. Jahrhunderts der hl. Bischof Mamertus von Vienne im südlichen Frankreich drei Sühnetage vor Christi Himmelfahrt an, an denen die Gläubigen Buß- und Liebeswerke verrichten und Bittgänge veranstalten sollten. Diese Einrichtung verbreitete sich von da aus rasch in der ganzen lateinischen Kirche. Geistliche wie Laien gingen dabei vielfach barfuß. Auch die römische Kirche nahm Ende des 8. Jahrhunderts diese Bittgänge an und nannte sie (kleinere oder jüngere Bittgänge) im Unterschied von der unter Gregor d. Gr. neubelebten Flurprozessionen am 25. April (am Markustage)(größerer oder älterer Bittgang).

Der Zweck dieser Prozessionen ist, Gott anzuflehen, daß Er barmherzig Seine Strafen von uns fernhalte und in Seiner güte unsere Gärten und Felder segne. Wenn im Fühjahr die Fluren grünen und eine gute ernte versprechen, aber auch durch Frost und Hagel verwüstet werden können, mahnen Prozessionen den ohnmächtigen Menschen, sich demütig und vertrauensvoll an den Geber alles Guten zu wenden. Weil diese Tage Bußtage sind, ist die Kirchenfarbe violett.

In den Bittprozessionen wird die Allerheiligenlitanei gesungen.


Oratio

Wir bitten Dich, allmächtiger Gott: laß uns, die wir in unserer Drangsal auf Deine Güte bauen, unter Deinem Schutz gegen alles Unheil stets gesichert sein. Durch unsern Herrn.


Lesung aus dem Brief des hl. Apostels Jakobus

Geliebte! Bekennet einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr das Heil erlanget; denn viel vermag das beharrliche Gebet des Gerechten. Elias war ein Mensch, den Leiden unterworfen wie wir. Er betete eifrig, daß es nicht regnen möge auf Erden; und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht mehr. Da betete er abermals, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht. Meine Brüder, wenn einer von euch von der Wahrheit abgewichen ist und einer ihn bekehrt, so wisse er: wer einen Sünder von seinem Irrwege zurückführt, der rettet dessen Seele vom Tode und deckt eine Menge Sünden zu.



entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Fest des hl. Markus, Evangelisten

Quelle
Wikipedia
Zuerst Schüler des hl. Petrus, dann Reisebegleiter des hl. Paulus, predigte er hierauf das Evangelium, besonders in Ägypten, wo er die zweite Kirche von Alexandrien gründete. Auf Bitten der Christen zu Rom schrieb er das zweite Evangelium nach der Predigt des hl. Petrus.
In den vier lebenden Wesen, auf denen der Prophet Ezechiel Gott thronen sah, erblickte die kirchliche Überlieferung ein Bild der vier Evangelisten. Weil das Evangelium des hl. Markus im Eingang von der Stimme des "Rufenden in der Wüste" spricht, wird diesem Evangelium meist das Sinnbild des Löwen beigelegt.


Oratio

O Gott, Du hast Deinen hl. Evangelisten Markus mit der Gnade, das Evangelium zu verkünden, ausgezeichnet; so bitten wir Dich denn: gib, daß wir stet durch seine Unterweisung im Guten gefördert und durch seine Fürbitte beschirmt werden. Durch unsern Herrn.


Lectio (Ez. 1, 10-14)

Die Gesichter der vier lebenden Wesen sahen also so aus: Vorn ein Menschengesicht, zur Rechten bei allen vieren, ein Löwengesicht, zur Linken ein Stiergesicht, bei allen vieren, und nach oben ein Adlergesicht bei allen vieren. Ihre Gesichter und ihre Flügel waren nach oben gerichtet, je zwei ihrer Flügel berührten einander und zwei bedeckten die Leiber. Jedes von ihnen schritt gerade vor sich hin: wohin der Geist (Gottes Wille) sie trieb, dorthin gingen sie; und sie wandten sich beim Gehen nicht um. Die Gestalt der lebenden Wesen war anzusehen wie glühende Feuerkohlen und brennende Fackeln. In der Mitte zwischen den lebenden Wesen sah man leuchtendes Feuer hin und her flammen und aus dem Fuer Blitze fahren. Und die lebenden Wesen bewegten sich vorwärts und rückwärts wie der leuchtende Blitz.

entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Montag, 24. April 2017

Über die Notwendigkeit des Gebetes

Quelle: Wikipedia
Wie der Vogel ohne Luft, der Fisch ohne Wasser nicht leben kann, so kann der Mensch kein wahres, gottseliges Leben führen ohne Gebet.. Das Gebet, sagt ein heiliger Kirchenvater, ist das Atemholen der Seele. Gleichwie der Körper das Leben von der Seele erhält, ebenso erhält die Seele ihr (geistliches) Leben vom Gebete. Und wie der Leib nicht ohne Seele leben kann, so ist auch die Seele ohne Gebet schwach und wie tot. Ein Mensch, der keine Freuede am Gebete hat, im Gebete nachlässig wird oder gar nicht mehr betet, der wird und muß der Sünde verfallen, denn es wird ihn die Gnade Gottes verlassen, ohne welche er sich nie vor der Sünde bewahren kann. - "Es will uns Gott," sagt der hl. Augustinus, "Seine Gnade mitteilen, aber ER will sie nur dem mitteilen, der ihn darum bittet." Der Herr versichert uns dessen, wenn er sagt: "Bittet, und ihr werdet empfangen." Wer also nicht bittet, der empfängt auch nicht.
Da es aber wahr ist, was der hl. Augustinus schreibt: " Es wird der nie fromm zu leben verstehen, der nicht gut zu beten weiß," so ist es nicht genug, daß wir bloß überhaupt beten, sondern wir müssen auch recht beten. Das Gebet ist weit mehr Sache des Herzens als bloß der Lippen; es muß vom Herzen gehen. Bete also nicht bloß mit den Lippen, sondern mit dem Herzen, im Geiste und in der Wahrheit! - O Christ! fange einmal an recht zu beten und du wirst erfahren.


entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914

Morgengebete für die Kleinsten

Lieber Gott, den ganzen Tag
will ich froh Dir schenken,
will als gutes Gotteskind
gerne an Dich denken. Amen


Du lieber Gott, ich bitte Dich:
ein frommes Kind laß werden mich
und gib mir Deinen Segen
auf allen meinen Wegen! Amen.


entnommen aus Gottesdienst Gebets- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising 1957

Fest des hl. Fidelis von Sigmaringen, Martyrers

Quelle: Wikipedia
Er war 1577 zu Sigmaringen geboren, studierte in Freiburg im Breisgau die Rechtswissenschaften und wurde nach großen Studienreisen Advokat, später Kapuziner. Sein glühendes Verlangen nach dem Martyrium erfüllte sich: 1622 wurde er von Kalvinern erschlagen und so der Erstlingsmartyrer des Kapuzinerordens.


Oratio

O Gott, Du entflammtest den hl. Fidelis mit seraphischer Geistesglut und schmücktest ihn in Deiner Huld bei der Ausbreitung des wahren Glaubens mit der Palme des Martyriums und mit herrlichen Wundern; daher bitten wir Dich: festige uns um seiner Verdienste und Fürbitten willen durch Deine Gnade derart im Glauben und in der Liebe, daß wir in Deinem Dienste treu bis zum Tode erfunden werden. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur



Heiliger Fidelis, der Du, wie so viele andere heilige Martyrer für den Glauben gestorben bist, bitte Gott, daß Er Einhalt gebiete, den Päpsten, den Kardinälen und Bischöfen und den Priestern, die anstatt den Glauben zu bewahren und die Irrenden zu bekehren, mit den Ungläubigen, den Schismatikern und den Häretikern gemeinsame Messen feiern!


Sonntag, 23. April 2017

Das heilige Vater unser

Kurze Auslegung des Vaterunsers


Warum fangt dies Gebet an: "Vater unser?"
Dies ist die Vorbereitung zum Gebete, wodurch wir zum Vertrauen auf Gott als unseren gütigsten Vater und bereitwilligsten Helfer ermuntert und zugleich an die Ihm schuldige Ehrfurcht erinnert werden, welche zwei Stücke zum Gebete sehr notwendig sind.

Warum heißt es ferner: "Der Du bist im Himmel!" da doch Gott allenthalben ist?
Dadurch werden wir ermahnt, unsere Herzen zum Himmel zu erheben, wo unser Vaterland ist und Sich Gott mit Seiner Herrlichkeit besonders zeigt.

Um was bitten wir in der ersten Bitte: Geheiliget werde Dein Name?"
Um die Gnade Gott zu lieben, Seinen Namen durch ein christliches Leben zu heuligen und die in der Taufe empfangene Unschuld unverletzt zu erhalten.

Was verlangen wir in der zweiten Bitte: Zukoome uns Dein Reich?"
Wir bitten darin Gott, daß Er Seine Kirche auf der ganzen Erde ausbreiten, in diesem Leben durch Seine Gnade über uns beständig herrschen und nach unserem Tode uns im Himmel die ewige Glückseligkeit erteilen wolle.

Was tun wir in der dritten Bitte: "Dein Wille geschehe ..."
Wir opfern uns Gott auf, ergeben uns gänzlich in Seinen göttlichen Willen und bekennen, daß wir mit Seinen Anordnungen wohl zufrieden seien; ferner bitten wir um die Gnade, den göttlichen Willen ebenso auf Erden zu erfüllen, wie er im Himmel vollbracht wird.
In diesen drei Bitten suchen wir also, gemäß der Lehre Christi (Luk. 12, 31), zuerst das Reich Gottes, damit uns das Übrige als Zugabe zuteil werde.

Um was bitten wir in der vierten Bitte: "Gib uns heute unser tägliches Brot?"
Um all' dasjenige, was uns zum Unterhalt der Seele und des Leibes notwendig ist, als das göttliche Wort, den Leib des Herrn, die tägliche, notdürftige Nahrung usw. Hierin ist auch eingeschlossen, daß Gott Blitz und Hagel, Mißwachs und allen anderen Schaden gnädig abwenden und gedeihliche Witterung etc. geben wolle.

Warum heißt es: "Gib uns heute ...?"
Um anzudeuten, daß wir alle übermäßigen Sorgen vermeiden und von Gott vertrauensvoll erwarten sollen, daß Er uns jeden Tag die erforderliche Nahrung geben werde. Auch wird daurch angezeigt, daß wir täglich beten und unsere Mitmenschen bei unserem Gebete nicht vergessen sollen.

Was erklären wir in der fünften Bitte: "vergib uns unsere Schuld ...?"
Wir erklären uns als Sünder und bitten Gott, Er möge uns unsere Sünden verzeihen, gleichwie auch wir bereit seien, unsern Beleidigern zu vergeben. Diejenigen, welche diese Bitte beten und dennoch Feindschaft gegen ihre Beleidiger im Herzen haben und die, welche allzustreng und unversöhnlich gegen die Fehlenden sind, versündigen sich schwer und werden, da sie selbst nicht barmherzig sind, auch von Gott keine Barmherzigkeit erlangen (Mark. 11, 25). Gott verabscheut nichts so sehr, als einen unversöhnlichen Menschen, und es wird die Unversöhnlichkeit nicht nur selbst nicht verziehen, sondern es werden alte, bereits verziehene Sünden durch sie wieder erneuert. Lasset uns also bei jeder Erinnerung an die von Andern erlittenen Beleidigungen stets auch dessen gedenken, wordurch wir selbst den Herrn beleidigt haben. Die Furcht wegen unserer Sünden, wird dann unsern Zorn über die Vergehen Anderer leicht unterdrücken. Und so werden wir, indem wir Andern vergeben, selbst Vergebung erlangen.

Was sagen wir in der sechsten Bitte: "Führe uns nicht in Versuchung?"
Wir bekennen unsere Schwachheit und bitten Gott, Er wolle uns stärken, daß wir nicht verführt werden, d. i. daß wir nicht einwilligen in die Versuchungen, sie mögen uns von dem Teufel, von der Welt oder von dem Fleische bereitet werden. Wir bitten nicht, daß uns Gott mit allen VErsuchungen verschonen wolle; denn die Versuchungen sind uns nützlich und zu unserem Heile notwendig, da es ohne Versuchung keinen Kampf, ohne Kampf keinen Sieg, ohne Sieg kein Verdienst und ohne Verdienst keine Belohnung geben würde; aber wir bitten, daß Gott mit uns kämpfe, da wir wohl wissen, daß wir nur mit Seiner Gnade stark genug sind, das Böse zu überwinden und die Krone der Gerechtigkeit zu erlangen.

Um was bitten wir in der siebten Bitte: "erlöse uns von dem Übel?"
Daß Gott uns von den geistlichen Übeln, von Irrtum und Sünde nämlich und vor der nächsten Gelegenheit dazu, wie auch von einem bösen Tode und vor der Hölle behüte und auch die zeitlichen Übel, als Krieg, Pest etc. von uns gnädig abwenden wolle, sofern dieselben nicht zu unserem Seelenheile notwendig sind.

Was heißt das Wörtchen: Amen?
Es heißt soviel als "Es geschehe." Wir drücken damit den Wunsch aus, daß Alles geschehen möge, um was wir gebetet haben.


entnommen aus: christkatholisches Unterrichts- und Erbauunsbuch, R. P. Goffine, Ord. Präm., mit vielen Erzbischöflichen und Bischöflichen Approbationen 1867-1874