Sonntag, 24. Februar 2019

Fest des hl. Matthias, Apostels

Quelle: billerantik
Er war einer der 72 Jünger und wurde an Stelle des Verräters Judas durch das Los zum Apostel bestimmt. Zuerst soll er im Judenlande, dann in Äthiopien gepredigt und hier die Martyrerkrone errungen haben. Teile seines hl. Leibes kam nach alter Überlieferung durch die hl. Helena nach Rom und Trier.


Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit nahm Jesus das Wort und sprach: "Ich preise Dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß Du dieses vor Weisen und Klugen verborgen, den Kleinen aber geoffenbart hast. Ja, Vater, so war es Dir wohlgefällig. Alles ist Mir von Meinem Vater übergeben worden. Niemand kennt den Sohn als der Vater; und auch den Vater kennt niemand als der Sohn, und wem es der Sohn offenbaren will. Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Nehmet Mein Joch auf euch und lernet von Mir; denn Ich bin sanftmütig und demütig von Herzen; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn Mein Joch ist sanft und Meine Bürde ist leicht."


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Samstag, 23. Februar 2019

Gebet zur schmerzhaften Mutter Gottes

Gnadenbild Wallfahrtskirche Vilgertshofen
O trostloseste aus allen Müttern! Welch grausamer Schmerz hat deine Seele durchdrungen! Alle Streiche, die auf Jesu fielen, sind auch auf dich gefallen; alle Seine Schmerzen haben auch dich gequält, alle Seine Wunden haben auch dich zerrissen. Vorzüglich aber, als Er dir das letzte Lebewohl sagte, da wurden alle deine Wunden auf das peinlichste erneuert, und als du Ihn dann den letzten Seufzer aushauchen sahest, welche natürliche Kraft konnte wohl damals deine Seele erhalten? O Mutter der Liebe und der Schmerzen, gib, daß ich nach deinem Beispiele liebe und leide. Königin der Märtyrer! Laß mich Anteil nehmen an deinem heiligen Marterthume. Die Liebe hat dir das Kreuz gegeben, verschaffe, daß ich durch das Kreuz die Liebe erlange, und wenn es um zu lieben notwendig ist, daß man leide und sterbe, so erlange mir diese Gnade; ich liebe Alles, was von Gott kommt, ja auch das Leiden und den Tod. Amen.


entnommen aus: "Die Heilige Stunde", 2. erw. Aufl. Wien 1850, mit kirchlicher Druckerlaubnis Bischof Benignus von Autun 1830

Freitag, 22. Februar 2019

Aufopferungsgebet

Quelle: Wikipedia
Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu Dir!
Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich fördert zu Dir!
Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir!


Hl. Niklaus von der Flüe

Das Allgemeine Gebet in unserer Not

Quelle: Wikipedia
Allmächtiger, ewiger Gott, Herr, himmlischer Vater! Sieh an mit den Augen Deiner grundlosen Barmherzigkeit unsern Jammer und unsere Not. Erbarme Dich über alle Christgläubigen, für welche Dein eingeborner Sohn, unser lieber Herr und Heiland, Jesus Christus, in die Hände der Sünder freiwillig gekommen ist, und Sein kostbares Blut am Stamme des heiligen Kreuzes vergossen hat. Durch diesen Herrn Jesus wende ab, gnädigster Vater, die wohlverdienten Strafen, gegenwärtige und zukünftige Gefahren, schädliche Empörungen, Kriegsrüstungen, Teuerung, Krankheiten, betrübte, armselige Zeiten. Erleuchte auch und stärke in allem Guten geistliche und weltliche Vorsteher und Regenten, damit sie alles befördern, was zu Deiner göttlichen Ehre, zu unserm Heile, zum allgemeinen Frieden und zur Wohlfahrt der ganzen Christenheit gedeihen mag. Verleihe uns, o Gott des Friedens, eine rechte Vereinigung im Glauben, ohne alle Spaltung und Trennung; bekehre unsere Herzen zur wahren Buße und Besserung unseres Lebens; zünde an in uns das Feuer Deiner Liebe; gib uns einen Hunger und Eifer zu aller Gerechtigkeit, damit wir als gehorsame Kinder im Leben und im Sterben Dir angenehm und wohlgefällig seien.
Wir bitten auch, wie Du willst, o Gott, daß wir bitten sollen, für unsere Freunde und Feinde, für Gesunde und Kranke, für alle betrübten und elenden Christen, für Lebende und Abgestorbene. Dir, o Herr, sei empfohlen all unser Tun und Lassen, unser Handel und Wandel, unser Leben und Sterben. Laß uns Deine Gnade hier genießen und dort mit allen Auserwählten erlangen, daß wir in ewiger Freude und Seligkeit Dich loben, ehren und preisen mögen! Das verleihe uns, o Herr, himmlischer Vater! Durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, welcher mit Dir und dem Heiligen Geiste als gleicher Gott lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Hl. Petrus Canisius


entnommen aus: aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, A. M. Weigl, kirchliche Druckerlaubnis, Regensburg 1973

Donnerstag, 21. Februar 2019

Gebet für die Bekehrung der Irrgläubigen

Mächtige Jungfrau, die du alle Irrlehren in der ganzen Welt vernichtet hast, befreie den christlichen Erdkreis von den Fallstricken Satans und schaue nieder auf die Seelen, die durch teuflische List betört sind, auf dass die Herzen der Irrenden alle Bosheit des Irrglaubens ablegen, sich bekehren und zur Einheit des katholischen Glaubens zurückkommen; dafür lege du deine Fürsprache ein bei unserem Herrn Jesus Christus, deinem Sohne, der lebt und regiert mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

(100 Tage Ablass einmal täglich, Leo XII, 1885)
Aus „Die vierzehn heiligen Nothelfer“, Ein Trostbüchlein für alle Kreuzträger, von Pfr. Georg Ott, 1921, mit Imprimatur



Die Irrgläubigen sind alle diejenigen, die die Lehre der katholischen Kirche ablehnen, also die Juden, die Moslems, sämtliche protestantischen Sekten, die Anglikaner, die Buddhisten etc.
Alles diese müssen bekehrt werden, um ihre unsterblichen Seelen vor der Hölle zu bewahren. Dies ist die Aufgabe des Papstes, der Kardinäle und Bischöfe, der Priester und aller Katholiken.
"Gehet hin und lehret alle Völker ..."

Mittwoch, 20. Februar 2019

Lobgebet zur Sühne - für die Gottes- und Heiligen-Lästerungen

Quelle: Wikipedia
Gott sei gepriesen!
Gepriesen sei Sein heiliger Name!
Gepriesen sei Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch!
Gepriesen sei der Name Jesu!
Gepriesen sei Sein heiligstes Herz!
Gepriesen sei Jesus im heiligsten Sakramente des Altares!
Gepriesen sei die erhabene Gottesmutter, die heiligste Jungfrau Maria!
Gepriesen sei ihre heilige, unbefleckte Empfängnis!
Gepriesen sei der Name der Jungfrau und Gottesmutter Maria!
Gepriesen sei der heilige Joseph, ihr reinster Bräutigam!
Gepriesen sei Gott in Seinen Engeln und Heiligen!

Pius VII.
 
 
 
entnommen aus: Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, A. M. Weigl, kirchliche Druckerlaubnis, Regensburg 1.Februar 1973

Dienstag, 19. Februar 2019

Über die Notwendigkeit des Gebetes

Wie der Vogel ohne Luft, der Fisch ohne Wasser nicht leben kann, so kann der Mensch kein wahres, gottseliges Leben führen ohne Gebet. Das Gebet, sagt ein heiliger Kirchenvater, ist das Atemholen der Seele. Gleichwie der Körper das Leben von der Seele erhält, ebenso erhält die Seele ihr (geistliches) Leben vom Gebet. Und wie der Leib ohne die Seele nicht Leben kann, so ist auch die Seele ohne Gebet schwach und wie tot. Ein Mensch, der keine Freude am Gebet hat, im Gebet nachlässig wird oder gar nicht mehr betet, der wird und muß der Sünde verfallen, denn es wird ihn die Gnade Gottes verlasse, ohne welche er sich nie vor der Sünde bewahren kann. -
"Es will uns Gott," sagt der heilige Augustinus, "Seine Gnade mitteilen, aber Er will sie nur dem mitteilen, der Ihn darum bittet." Der Herr versichert uns dessen, wenn Er sagt: "Bittet und ihr werdet empfangen." Wer also nicht bittet, der empfängt auch nicht.
Da es aber wahr ist, was der hl. Augustinus schreibt: "Es wird der nie fromm zu leben verstehen, der nicht gut zu beten weiß," so ist es nicht genug, daß wir bloß beten, sondern wir müssen auch recht beten.
Das Gebet ist weit mehr Sache des Herzens als bloß der Lippen; es muß vom Herzen gehen. Bete also nicht bloß mit den Lippen, sondern mit dem Herzen, im Geiste und in der Wahrheit! O Christ! fange einmal an recht zu beten und du wirst erfahren, wie süß das Beten ist, und auch recht leben!


entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur 28. Mai 1914

Montag, 18. Februar 2019

Gedächtnis des hl. Simeon

Er war blutsverwandt mit dem göttlichen Heiland und einer der 72 Jünger; nach dem Tode des hl. Jakobus des Jüngeren wurde er Bischof von Jerusalem. Im Alter von 120 Jahren erlitt er den Kreuzestod um das Jahr 107 (?).


Lesung aus dem Brief des hl. Apostels Jakobus

Geliebte! Selig der Mann der in der Prüfung standhält; denn wenn er sich bewährt hat, wird er die Korne des Lebens empfangen, die Gott denen verheißen hat, die Ihn lieben. Niemand sage, wenn er versucht wird, er werde von Gott versucht; denn Gott kann nicht zum Bösen versucht werden, und er versucht auch Selbst niemanden dazu. Jeder wird vielmehr von seiner eigenen Begierlichkeit versucht, die ihn reizt und lockt. Wenn dann die Begierlichkeit (durch freiwillige Einwilligung) empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber gebiert, wenn sie vollzogen ist, den Tod.
Laßt euch nicht täuschen, meine geliebten Brüder. Jede gute Gabe und jeder vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater des Lichtes, bei dem es keinen Wechsel und keinen Schatten von Veränderlichkeit gibt. Aus freiem Willen hat er uns durch das wort der Wahrheit gezeugt, damit wir gewissermaßen die Erstlinge Seiner Schöpfung seien.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Sonntag, 17. Februar 2019

Betrachtung von der Gegenwart Gottes

1. Gott schaut wirklich auf Dich, nicht anders, als wärest Du allein auf der Welt. Sein heiliges Auge sieht und erkennt Dich, wie es sich selbst sieht und erkennt. Du glaubst es und getraust Dich zu sündigen?

2. Ist es Dir nicht eine größere Schande, daß Gott Deine Sünden sieht, als wenn sie allen Menschen offenbar würden? Wie oft hast Du schon vor den Augen Gottes getan, was Du vor den verächtlichsten Menschen nicht hättest tun dürfen? Du fürchtest so sehr die Augen der Menschen, und achtest so wenig auf das Auge Gottes! O was denkst Du?

3. Keine Nacht ist so dunkel, kein Ort so entlegen, wo Dich Gott nicht sieht und bei Dir ist. Umsonst verbirgst Du Dich vor den Menschen; Gott findet Dich überall. Ach! könntest Du dieses recht fassen und niemals vergessen, fürwahr, Du würdest nie mehr sündigen. Ist wirklich Nichts in Dir, was den Augen Gottes mißfallen könnte? Bedenke es wohl, und siehe, was Du noch zu bessern hast!

Wenn Du sündigen willst, so suche einen Ort, wo Dich Gott nicht sieht, und tue was Du willst.
Heiliger Augustinus

Gebete zu verschiedenen Gelegenheiten

Quelle: Wikipedia
Wenn Du fluchen hörst

Hochgelobt sei Jesus Christus im heiligsten Sakrament des Altares, von nun an bis in Ewigkeit.



Wenn Du Unehrbares siehst oder hörst

Herr! Hüte mich vor allen Dingen, die unehrbar und schändlich sind!



In Gefahren

Du siehst mich, Gott, beschütze mich, auf Deine Macht vertraue ich.



Wenn die Uhr schlägt

Verleih uns, Gott durch Jesu Christ zum Leben und zum Sterben die Gnade, die uns nötig ist, den Himmel zu erwerben.



entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözeses Passau, Imprimatur 28. Mai 1914