Sonntag, 14. Juli 2019

Unterricht für den 5. Sonntag nach Ostern - Wir sollen den Vater bitten

Unterricht für den fünften Sonntag nach Ostern


Evangelium (Joh. 16, 23-30)

In jener Zeit sprach Jesus zu Seinen Jüngern: Wahrlich wahrlich, sag' Ich euch, wenn ihr den Vater in Meinem Namen um etwas bitten werdet, so Wird Er es euch geben. Bisher habt ihr um Nichts in Meinem Namen gebeten. Bittet, so werdet ihr empfangen, daß eure Freude vollkommen werde. Dieses habe Ich in Gleichnissen zu euch geredet; es kommt aber die Stunde, da Ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch rede, sondern offenbar vom Vater euch verkünden werde. An jenem Tage werdet ih in Meinem Namen bitten; und Ich sage euch nicht, daß Ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr Mich geliebt und geglaubt habet, daß Ich vom Vater ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; Ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater. Da sprachen Seine Jünger zu Ihm: siehe, nun redest Du offenbar und sprichst kein Gleichnis mehr. Jetzt wissen wir, daß Du Alles weiß und nicht nötig hast, daß Jemand Dich frage: darum glauben wir, daß Du von Gott ausgegangen bist.


Warum will Gott von uns gebeten sein?

1. Damit wir erkennen und bekennen, daß alles Gute von Ihm herkomme.
2.Damit wir unsere Armut und Schwachheit eingestehen, wegen welcher wir zu Allem die Hilfe Gottes notwendig haben.
3. Damit wir mittelst des Gebetes mit himmlischen Gütern erfüllt würden; denn durch das Gebet üben wir uns in gottgefälligen Gesinnungen und werden dadurch würdig, von Gott die Schätze Seiner Gnade zu erlangen und im Guten bis zum Ende zu verharren.


Was gibt es außer dem Bittgebet noch für Arten des Gebetes?

Das lobgebet, welches darin besteht, daß man Gott wegen Seiner unendlichen Vollkommenheit preist und anbetet; und das Dankgebet, wodurch man Ihm für Seine unzähligen Wohltaten Dank sagt.


Was heißt im Namen Jesu bitten?

1. Es heißt in Seinem Geiste bitten, d. h. so wie Er uns durch Sein Wort und Beispiel beten gelehrt hat, nämlich vor Allem, daß Gott von allen Menschen verherrlicht werde und daß Sein Reich zu uns komme, oder daß Er uns die Gnade schenke heilig und selig zu werden, also zuerst um die ewigen und geistigen Güter und dann erst um die leiblichen und zeitlichen, und zwar mit eben der Demut, dem Vertrauen, wie Er am Ölberge getan hat.
2. Es heißt im Glauben an Jesus und namentlich im Vertrauen auf die Verdienste Seines Leidens und Sterbens und die Wirksamkeit Seines Mittler- und Fürsprecheramtes bitten, duch die uns auch alle himmlischen Gaben mitgeteilt werden. Dies ist die Ursache, warum die Kirche auch die Gebete, die sie unmittelbar an Gott den Vater richtet, mit dem ZUsatz: "Durch Jesum Christum unsern Herrn, Deinen Sohn ..." beschließt.


Warum erhört Gott manchmal unser Gebet nicht?

1. Weil wir oft um Dinge bitten, die zur Beförderung der ehre Gottes und unseres Seelenheiles unnütz sind, oder um Dinge welche, obwohl sie an und für sich gut und nützlich sind, z. B. Gesundheit doch aus besonderen Gründen uns schädlich wären. So ist das gebet des hl. Paulus, daß der Stachel des Fleisches von ihm genommen werde, nicht erhört worden, damit er sich der erhaltenen Offenbarungen wegen nicht überhebe, sondern die Demt bewahre (2. Kor. 12, 7).
In solchen Fällen können wir uns mit den Worten trösten, die Gott zu dem hl. Paulus gesprochen hat: "Es genügt dir Meine Gnade". Wenn wir für die Bekehrung anderer beten und nicht erhört werden, so ist die Verkehrtheit Letzterer daran Schuld, unser Gebet ist abber dann nicht nutzlos, denn wenn wir auch die Bekehrung der Sünder nicht erlangen, so wird doch Gott unseren Gebetseifer und unsere Liebe belohnen.
2. Um unsere Geduld und Standhaftigkeit im Gebete zu prüfen und uns zur rechten Zeit zu erhören.
3. Weil wir gemeiniglich nicht beten, wie wir beten sollen; denn wenn das Gebet Gott gefällig sein soll, so muß es im Namen Jesu, also im Stande der Gnade geschehen (nur das Gebet des Gerechten vermag viel bei Gott (Jak. 1, 16); es muß demütig, vertrauensvoll, aufmerksam, eifrig und inbrünstig, beharrlich, Alles dem Willen Gottens anheimstellend oder ergeben sein.


Wann soll man vorzüglich beten?

1. Morgens, Mittags und Abends, vor und nach dem Essen und so oft die Stunde schlägt; denn da Gott alle Augenblicke an uns denkt und uns mit Guttaten überhäuft, so ist es billig, daß wir wenigstens öfters des Tages an Ihn denken und Ihm für Seine wohltaten danken.
2. Beim Besuche der Kirche, oder wenn man daran verhindert ist, zur Zeit, wo in derselben der Gottesdienst gehalten wird.
3. Zur Zeit einer schweren Versuchung.(Matth. 16, 1)
4. Wenn man die heiligen Sakramente empfangen will.
5. Wenn man im Begriffe ist, ein wichtiges Werk anzufangen.(Luk. 6, 12)
6. In besonderen und allgemeinen Nöten und Anliegen.
7. In der Stunde des Todes.


Wie kann man nach der Lehre Christi, Luk. 18, 1, allezeit beten?

Wenn man sich, wie gerade gesagt worden, des Tages öfters zu beten befleißgt, bei allen seinen Verrichtungen eine gute Meinung macht, sein Herz dadurch, sowei durch öftere Liebesseufzer und kurze Gebetlein zu Gott zu erheben sich gewöhnt, in dieser Gewphnheit beständig verharrt und sich allezeit eines gottgefälligen Lebens befleißt.


Welches ist das vortrefflichste unter allen Gebeten?

Das heilige Vaterunser, weil es uns Christus gelehret und zu beten befohlen hat. Es ist deswegen auch das kräftigste, aber nur dann wenn es mit Andacht gesprochen wird. (Matt. 6; Luk. 11)


entnommen aus: christkatholisches Unterrichts- und Erbauunsbuch, R. P. Goffine, Ord. Präm., mit vielen Erzbischöflichen und Bischöflichen Approbationen 1867-1874

Sonntag, 30. Juni 2019

Gebet zum heiligen Paulus für die Weltmission

Quelle: billerantik
Heiliger Paulus, Apostel der Heiden! Von Jesus Christus selbst hast du die Gnade des Apostelamtes empfangen, um alle Heidenvölker zur Ehre seines Namens dem Glauben zu gewinnen. Wir bitten dich für alle, die durch die Gnade Gottes deine Nachfolger im Apostolat unter den Heiden geworden sind!

Erflehe ihnen den wahren Geist eines Apostels, den nur eines drängt, die Liebe Christi. Bitte für sie, dass die Gnade Gottes nicht unwirksam sei in ihnen. Erflehe ihnen den wahren apostolischen Freimut, dass sie das Wort der Wahrheit verkünden, ob gelegen oder ungelegen, dass sie nichts anderes mehr kennen und verkünden, als Jesus den Gekreuzigten.

Bitte für sie, dass der Herr ihre Mühen und Opfer, die Verfolgungen und Enttäuschungen ihres Apostellebens segne, damit sie so an ihrem Leib ergänzen, was von den Leiden Christi noch aussteht für seinen mystischen Leib, die Kirche.

Erbitte ihnen aber auch Erfolg in ihrer Arbeit. Mache die Menschen bereit und aufgeschlossen, dass sie Anteil nehmen am Evangelium, damit das Wort der Wahrheit Frucht bringe und wachse in der Welt.

Lass die Herzen der Neubekehrten gestärkt werden im Glauben und in der Liebe, damit sie zur ganzen reichen Fülle der Einsicht gelangen, zur Kenntnis der Geheimnisse Gottes, das ist Christi Jesu, in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind. Den jungen Gemeinden erflehe Standhaftigkeit und Glaubenstreue in allen Verfolgungen und Trübsalen, damit das Zeugnis Christi sich festige in ihnen und der Herr das gute Werk, das er in ihnen begonnen, auch vollenden möge! Amen.




alles aus "Gottesdienst", Gebet- und Gesangbuch für das Erzbistum München und Freising, 1950 mit Michael Kardinal Faulhaber als Erzbischof

Gedächtnis des hl. Paulus

Der hl. Paulus, von Geburt Jude und römischer Bürger, in Jerusalem zum Gesetzes-lehrer ausgebildet, war zuerst Verfolger der Christen, wurde aber durch ein Gnadenwunder in einen Apostel umgewandelt. Mit glühender Begeisterung widmete er sich in vielen Ländern der Predigt des Evangeliums und besiegelte in Rom seine Treue und Liebe zu Christus durch die Hingabe seines Lebens, wahrscheinlich am gleichen Tage, wenn auch in einem anderen Jahre, wie der hl. Petrus.
Die besondere Feier am 30. Juni hat wohl darin ihren Grund, weil es im Mittelalter für den Papst und den Klerus von Rom zu beschwerlich war, an einem Tag die beiden Apostelfürsten in den voneinander weit entfernten Basiliken St. Peter und St. Paul zu feiern.


Epistola (Gal. 1, 11-20)

Brüder! Ich versichere euch: das Evangelium, das ich euch verkündet habe, ist nicht Menschenlehre; denn nicht von einem Menschen habe ich es empfangen oder sonstwie erlernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi. Ihr habt ja von meinem früheren Wandel im Judentum vernommen, wie ich die Kirche Gottes über die Maßen verfolgt und bekämpft habe; wie ich mich im Eifer für das Judentum vor vielen meiner Altersgenossen in meinem Volke hervortat, ein gewaltiger Eiferer für meine väterliche Überlieferung. Da gefiel es aber Dem, Der mich schon vom Mutterschoße an auserwählt und durch Seine Gnade berufen hat, mir Seinen Sohn zu offenbaren, damit ich Ihn den Heiden verkünde. Ich beriet mich nicht sofort mit Fleisch und Blut, noch ging ich nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ich zog nach Arabien und kehrte dann wieder nach Damaskus zurück. Drei Jahre nachher begab ich mich nach Jerusalem, um Petrus kennenzulernen, und blieb bei ihm fünfzehn Tage. Von den anderen Aposteln sah ich nur noch Jakobus (den Jüngeren), den Bruder (Vetter) des Herrn. Was ich euch da schreibe - seht Gott ist mein Zeuge: ich lüge nicht.

entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur



Und wie die Juden unseren Herrn Jesus Christus verfolgt und gekreuzigt haben, wie sie die Apostel verfolgt und getötet haben, wie sie die Christen Jahrhunderte verfolgt haben, so hassen die Juden auch heute noch die Christen.
Wehe es gibt nur eine antisemitische Äußerung. Dann wird weltweit eine Medienkampagne eingeläutet und das Entsetzen und die Empörung ist groß. Wenn aber seit Monaten christliche Kirchen, deutsche Klöster angegriffen und angezündet werden, dann ist das in den deutschen Medien, wenn überhaupt, nur eine kleine Nebenmeldung.


https://koptisch.wordpress.com/2012/10/03/wieder-ein-kloster-in-jerusalem-geschandet/


Lassen Sie uns für den Papst und die Bischöfe beten, deren heilige Pflicht es wäre, die verfolgten Christen in aller Welt zu schützen, daß sie endlich ihre Stimme erheben um diesen Verfolgungen Einhalt zu gebieten.

https://www.opendoors.de/verfolgung/




Samstag, 29. Juni 2019

Gebet zum heiligen Petrus


Simon Petrus, du Hirt der Herde Christi, Apostelfürst; dich kannte der Herr, bevor er dich vom Fischerkahn berief, und setze dich zum Herrscher über sein Volk; dir übergab er die Schlüssel des Himmelreiches, dich nannte er den Fels und baute auf dir seine Kirche; für dich hat er gebetet, dass dein Glaube nicht wanke; komm und stärke auch uns, deine Brüder! Du verstehst unsere Schwäche, denn du warst selber einmal kleingläubig, er aber gab dir seine gute und rettende Hand.

Bitte für uns, dass auch wir die Hilfe des Herrn erfahren, wenn wir auf schwankenden Wogen in den Stürmen des Lebens den Mut verlieren.

Und wenn wir das Unglück gehabt haben und den Herrn durch unsere Sünde verleugnet haben, dann bitte den Herrn, dass er auch uns einen Blick aus seinen erbarmenden Augen schenke, auf dass wir hingehen und unsere Schuld bitterlich beweinen.
Du Schlüsselwart des Himmlischen Reiches, öffne auch uns die Türe zur ewigen Heimat! Amen.
aus: Gottesdienst - Gebet- und Gesangbuch für die Erzdiözese München und Freising, 1950

Fest der hll. Apostel Petrus und Paulus

Quelle: billerantik
Die Hoheit dieses Tages läßt sich nicht besser ausdrücken als in der unvergleichlichen Sprache der Kirche: " Heute bestieg Simon Petrus das Kreuzesholz, alleluja! Heute ging der Schlüsselträger des Himmelreiches frohlockend zu Christus! Heute neigte der Apostel Paulus, das Licht des Erdkreises, für den Namen Christi das Haupt und empfing die Krone des Martyriums, alleluja!
 
 

Quelle: billerantik
Das Fest der beiden Apostel wird am gleichen Tag gefeiert, weil beide, nachdem sie Rom durch ihre Gegenwart und Lehrtätigkeit geheiligt hatten, dort auch ihr mühevolles Apostelwirken mit dem Martertod um 67 beschlossen: der eine Petrus, wurde auf seine Bitten hin mit dem Kopf nach unten gekreuzigt, der andere, Paulus, enthauptet.

Der Fürst der Apostel, den der Herr zu seinem Stellvertreter auf Erden, zum Felsen erkor, auf dem er seine Stiftung errichtete, hatte mehrere Kirchen gegründet und regiert; aber nur eine, Rom, wurde von seinem Blute getränkt, nur eine hütet sein Grab.


Evangelium (Matth. 16, 13-19)

In jener Zeit kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi. Da fragte Er Seine Jünger: "Für wen halten die Leute den Menschensohn?" Sie antworteten: "Die einen für Johannes den Täufer, die anderen für Elias, wieder andere für Jeremias oder einen der Propheten." Jesus fragte sie: "Ihr aber für wen haltet ihr Mich?" Da antwortete Simon Petrus: "Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!" Jesus sprach zu ihm: "Selig bist du Simon, Sohn des jonas; denn nicht Fleisch und Blut hat dir das geoffenbart, sondern Mein Vater, Der im Himmel ist. Und Ich sage dir: Du bist Petrus (der Fels), und auf diesen Felsen will Ich Meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Und dir werde Ich die Schlüssel des Himmelreiches (die oberste Gewalt) geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein."


entnommen aus Schott Meßbuch Imprimatur 1957

Freitag, 28. Juni 2019

Ablaßgebet zum Heiligsten Herzen Jesu

Göttliches Herz Jesu, ich bitte Dich, schenke den Seelen im Fegfeuer die ewige Ruhe, denen, die heute sterben, die Gnade der Beharrlichkeit, den Sündern wahre Reue, den Heiden das Licht des Glaubens, mir und den Meinen Deinen Segen!
Liebevolles Herz Jesu, Dir empfehle ich alle diese Seelen. Für sie opfere ich Dir alle Deine Verdienste auf, zugleich auch die Verdienste Deiner seligsten Mutter und aller Engel und Heiligen, sowie auch alle heiligen Meßopfer, alle Kommunionen, Gebete und guten Werke, die heute auf dem ganzen christlichen Erdkreis dargebracht und verrichtet werden.          
(500 Tage Ablaß Breve vom 13.März 1901: Poenit. 18. Januar 1933)


entnommen aus: Herz-Jesu Andachten, H.J. Sattler, Imprimatur Köln 25. Februar 1938

Donnerstag, 27. Juni 2019

Angelusgebet

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing vom Heiligen Geiste.
Gegrüßest seist Du Maria, voll der Gnade;
der Herr ist mir dir;
Du bist gebenedeit unter den Weibern,
und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Maria sprach: siehe ich bin eine Magd des Herrn;
Mir geschehe nach deinem Worte.
Gegrüßest seist Du Maria, voll der Gnade;
der Herr ist mir dir;
Du bist gebenedeit unter den Weibern,
und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.

(knien)
Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt.
Gegrüßest seist Du Maria, voll der Gnade;
der Herr ist mir dir;
Du bist gebenedeit unter den Weibern,
und gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Bitte für uns, o heilige Gottesgebärerin,
auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.
Lasset uns beten.
Wir bitte Dich o Herr:
gieße Deine Gnade ein in unsre Herzen,
damit wir, denen durch die Botschaft des Engels
die Menschwerdung Christi, Deines Sohnes kund wurde,
durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung
geführt werden. Durch Ihn, Christus, unsern Herrn. Amen.

(wird gebetet - Morgens 5.30 Uhr, Mittags um 12.00 Uhr, Abends zur Sommerzeit um 20.30 Uhr im Winter um 18.00 Uhr)


lateinisch

Angelus Dómini nuntiávit Maríae,
et concépit de Spíritu Sancto.
Ave Maria, gratia plena;
Dominus tecum;
benedicta tu in mulieribus,
et Benedictus fructus ventris tui Jesus.
Sancta Maria, Mater Dei,

ora pro nobis peccatoribus,
nunc et in Hora mortis nostrae. Amen.

Ecce ancílla Dómini;
Fitat mihi secúndum Verbum tuum.
Ave Maria, gratia plena;
Dominus tecum;
benedicta tu in mulieribus,
et Benedictus fructus ventris tui Jesus.
Sancta Maria, Mater Dei,

ora pro nobis peccatoribus,
nunc et in Hora mortis nostrae. Amen.

(knien)
Et Verbum caro Factum est.
Et habitávit in nobis.
Ave Maria, gratia plena;
Dominus tecum;
benedicta tu in mulieribus,
et Benedictus fructus ventris tui Jesus.
Sancta Maria, Mater Dei,

ora pro nobis peccatoribus,
nunc et in Hora mortis nostrae. Amen.

Ora pro nobis, sancta Dei Génitrix,
ut digni efficiámur promissiónibus Christi.
Orémus. Grátiam tuam, quaésumus Dómine,
méntibus nostris infúnde: ut, qui, Angelo nuntiánte,
Christi Fílii tui Incarnatiónem cognóvimus,
per Passiónem ejus et Crucem ad resurrectiónis
glóriam perducámur. Per eúndem Christum, Dóminum nostrum. Amen.

entnommen aus Schott Meßbuch Imprimatur 1958

Mittwoch, 26. Juni 2019

Die Andacht des heiligen Philipp Neri zur allerseligsten Jungfrau Maria

Wer Jesus liebt und ehrt, der liebt und ehrt auch seine heilige Mutter. Alle Heiligen waren eifrige Diener der heiligen Mutter Gottes, auch Philipp Neri. Er nannte sie nur seine liebe Mutter, seine Liebe, seinen Trost. Sein gewöhnliches, beständiges Gebet zur heiligen Jungfrau war:

„Jungfrau Maria, Mutter Gottes, bitte Jesus für mich! O Jungfrau und Mutter!"


Mit diesem kurzen Gebete, sprach er, werde die höchste Würde der Jungfrau ausgedrückt und verkündet. Seine Schüler mussten täglich 63mal dieses Gebet wiederholen, und daraus der heiligen
Jungfrau eine Krone flechten. Seine Beichtkinder und besonders jene, welche gegen die heilige Reinheit versucht wurden, lehrte er dieses Gebet verrichten, empfahl es ihnen und sie erfuhren jedesmal wunderbare Hilfe.

Christliche Seele, bete auch du dieses kleine Gebet recht oft, und du wirst bald wunderbare Wirkungen empfinden!

Der heilige Philipp behauptete von sich selbst, dass er von Maria unzählbare Wohltaten empfangen und besonders gegen die Anfälle des Teufels wunderbare Hilfe erhalten habe. Die heilige Maria erschien ihm öfters; einige Zeit vor seinem Tode machte sie ihn auf der Stelle gesund; auch anderen erlangte er durch ihre Fürbitte die Gesundheit und Hilfe in ihren Nöten.

Einer seiner liebsten Jünger, der fromme und gelehrte Cäsar Baronius, wurde zum Tode krank. Da rief der heilige Philippus mit heißer Inbrunst zu Jesus:
„Ich bitte, ich will, dass Cäsar gesund werde." Sein Gebet aber war vergeblich; da wandte sich der Heilige zu Maria und sein Flehen wurde durch ihre Fürbitte erhört; Cäsar wurde auf der Stelle gesund! —
Wegen solcher Gunstbezeugungen, die ihm Maria erwies, schärfte er daher seinen Schülern und Beichtkindern beständig ein:

„Meine Kinder! ehret die Mutter Gottes, liebet Maria!"Willst du nicht auch Maria, die liebe, süße, gütige Frau und Mutter ehren und lieben? Ach, wie unglücklich wärest du, wenn du Maria nicht liebtest; du kannst ohne sie nicht Jesus lieben und wirst nicht selig werden!!

alles aus:
Legende von den lieben Heiligen Gottes. Nach den besten Quellen bearbeitet und herausgegeben. Stadtpfr. Georg Ott, mit oberhirtlicher Gutheißung, Verlag F. Pustet, 1858

Fest der hll. Johannes und Paulus, Martyrer

Die beiden Brüder waren nach der Legende Beamte der Tochter des Kaisers Konstantius, Konstantina, und erlitten wegen ihrer Weigerung, Julian dem Abtrünnigen zu dienen, den Martertod.  Sie starben 362 zu Rom.


Introitus

Die Leiden der Gerechten sind zahlreich: aus allen aber befreit sie der Herr. Der Herr behütet all ihre Gebeine, auch nicht eines davon wird zerbrochen. Allzeit will ich den Herrn lobpreisen, stets sei in meinem Munde Sein Lob. Ehre sei.


Oratio

Wir bitten, allmächtiger Gott: es umhege uns jene verdoppelte Freude des heutigen Festes, welche der Verherrlichung der hll. Johannes und Paulus entströmt, die gleicher Glaube und gleiches Leid zu echten Brüdern machte. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch Imprimatur 1957

Dienstag, 25. Juni 2019

Fest des hl. Wilhelm, Abtes

Er war um 1085 zu Vercelli geboren, verzichtete auf sein großes Erbe und lebte nach mehreren Pilgerfahrten als Einsiedler in Unteritalien , wo sich ihm viele Gleichgesinnte anschlossen. 1118 gründete er das Kloster Montevergine nach der Regel des hl. Benedikt; er wurde so der Stifter der Benediktiner-Eremiten. Er starb 1142 in Italien.


Oratio

O Gott, Du hast unserer Schwäche für den Wandel auf dem Wege des Heiles in Deinen Heiligen Vorbilder und Beschützer gegeben; laß uns die Verdienste des hl. Abtes Wilhelm so verehren, daß wir seine Fürbitte erlangen und seinen Fußstapfen folgen. Durch unsern Herrn.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur