Sonntag, 25. September 2016

Fest des hl. Nikolaus von der Flüe, Bekenners, Hauptpatron der Schweiz

Quelle: Wikipedia
Der heilige Bruder Klaus ist im Jahre 1417 auf dem Flüeli ob Sachseln geboren. Eine Jugend voll Gebet, Arbeit und Spiel hat er da verlebt. Er wurde Bauer, wie seine Väter, und ein guter Familienvater mit zehn Kindern. Als Hauptmann und Richter des Standes Obwalden diente Klaus von Flüe in Gerechtigkeit und Pflichttreue seinem Vaterland, bis Gott ihn in die Einsamkeit berief, um ihn noch höher zu führen und zu noch größeren Aufgaben zu ertüchtigen. Nach den Burgunderkriegen, anläßlich der Tagsatzung zu Stans, hat Bruder Klaus die entzweiten Eidgenossen durch seine Botschaft versöhnt und damit die Eidgenossenschaft vor dem sicheren Untergang gerettet. Er ist 1487 gestorben. In den beiden Weltkriegen hat er sich der Schweiz erneut als mächtiger Fürbitter erwiesen. Am 15. Mai 1947 hat ihn Pius XII. heiliggesprochen.


Introitus

Höret! Ich floh weit hinauf und weilte in der Einsamkeit. Denn ich sah Ungerechtigkeit und Zwietracht im Land. Vernimm, o Gott, mein Gebet und überhöre mein Flehen nicht! Hab acht auf mich und erhöre mich! Ehre sei dem Vater.


Gebet des hl. Nikolaus von der Flüe

O mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir!
O mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führet zu Dir!
O mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und mach mich ganz zu eigen Dir!


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Samstag, 24. September 2016

Quatembersamstag im September

Introitus

Allmächtiger, ewiger Gott, durch die segensreiche Enthaltsamkeit heilst Du Leib und Seele; daher flehen wir Deine Majestät in Demut an: laß Dich versöhnen durch die frommen Bitten der Fastenden und gewähre uns jetzt und künftighin Deinen Beistand. Durch unsern Herrn.


Oratio

Wir bitten Dich allmächtiger Gott: gib, daß wir durch das Fasten uns sättigen mit Deiner Gnade und durch die Enthaltung stärker werden als alle Feinde. Durch unsern Herrn.



III. Lectio (Mich. 7,14, 16 u. 18-20)

Herr, unser Gott, weide wie in den Tagen der Vorzeit mit Deinem Stabe Dein Volk, die Herde Deines Eigentums, die einsam wohnt im Waldgebirge. Die Völker werden es sehen und zuschanden werden mit all ihrer Macht. Wer ist Gott, wie Du, der Du die Schuld hinwegnimmst und dem Reste Deines Eigentums die Sünden nachsiehst? Er wird weiterhin nicht mehr Seinen Zorn wüten lassen; denn Er hat Wohlgefallen am Erbarmen. Er wird Sich unser wiederum erbarmen; Er wird wegnehmen alle unsere Missetaten und alle unsere Sünden in den Abgrund des Meeres schleudern. Dann wirst Du Treue üben an Jakob, Barmherzigkeit an Abraham, wie Du geschworen hast unseren Vätern seit den Tagen der Vorzeit, o Herr, unser Gott.


entnommen aus Schott Meßbuch Imprimatur 1957

Fest der allerseligsten Jungfrau Maria von der Erlösung der Gefangenen

Das Fest wurde eingeführt zur Erinnerung an die Gründung des Ordens der Mercedarier (zum Loskauf der christlichen Gefangenen aus der Gewalt der Sarazenen) durch die hll. Petrus Nolaskus (Fest 28. Jan.) und Raymund von Penaforte (Fest 23. Jan.) Durch Innozenz XII. wurde es 1696 auf die ganze Kirche ausgedehnt.



Oratio

O Gott, zur Befreiung der Christgläubigen aus der Gewalt der Heiden hast Du in Deiner Huld Deine Kirche durch die glorreiche Mutter Deines Sohnes mit einer neuen Ordensfamilie bereichert; wir bitten Dich: gib, daß sie, die wir als Stifterin dieses großen Werkes fromm verehren, durch ihre Verdienste und ihre Fürsprache uns von allen Sünden und aus der Gefangenschaft Satans befreie. Durch Ihn, unsern Herrn.

entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Freitag, 23. September 2016

Quatemberfreitag im September

Oratio

Wir bitten Dich allmächtiger Gott: laß uns durch die Feier der heiligen Fasten, die wir alljährlich in frommer Hingabe begehen, mit Leib und Seele Dir Wohlgefallen. Durch unsern Herrn.


Lectio (Os. 14, 2-10)

So spricht Gott, der Herr: "Bekehre dich, Israel, zum Herrn, Deinem Gott; denn du bist gefallen durch eigene Schuld. Bekehret euch zum Herrn mit reuevollen Worten und sprechet: Tilge alle Schuld, erzeige dich gütig, dann wollen wir Dir  Opfer darbringen mit unseren Lippen. Assur soll uns nicht mehr helfen. Kriegsrosse wollen wir nicht besteigen und nicht mehr ein Werk unserer Hände unsre Götter nennen. Du erbarmest Dich ja der Waise, die sich zu Dir flüchtet. So will Ich denn heilen ihre wunden; aus unverdienter Güte will Ich sie wieder lieben; denn abgewendet hat sich Mein Zorn von ihnen. Ich werde wie Tau für sie sein. Israel wird sprossen wie eine Lilie und Wurzel schlagen wie der Libanon. Ausbreiten werden sich seine Zweige; seine Krone wird sein wie die des Ölbaums, und sein Duft wie der des Libanon. Sie werden wieder wohnen unter seinem Schatten und von Weizen leben und sprossen wie ein Weinstock. Sein Andenken wird köstlich sein wie Wein vom Libanon. Ephraim, was sollen in Meiner Gegenwart fürder die Götzen? Ich will es erhöhen und sprossen lassen wie eine grünende Tanne; durch Mich wird wieder Frucht an dir gefunden werden." Wer ist einsichtsvoll und erkennt es? Wer verständig und versteht es: Gerade sind die Wege des Herrn und die Gerechten wandeln auf ihnen; die Sünder aber kommen auf ihnen zu Fall.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Fest des hl. Linus, Papstes und Martyrers

Quelle:Wikipedia
Er war der Nachfolger des hl. Petrus und erlitt um das Jahr 79 den Martertod durch Enthauptung. Die Kirche ehrt sein Andenken im Kanon der hl. Messe vor der Wandlung.


Epistola (1 Petr. 5, 1-4 u. 10-11)

Geliebte! Ich ermahne die Ältesten unter euch als Mitältester und Zeuge der Leiden Christi, wie auch als Mitgenosse der Herrlichkeit, die einst offenbar werden soll: Weidet die euch anvertraute Herde Gottes und sorget für sie, nicht gezwungen, sondern aus freien Stücken, nach Gottes Willen; nicht schmählichen Gewinns wegen, sondern mit Hingebung. Benehmet euch nicht wie Herren über (Gottes) Erbteil, sondern seid Vorbilder für die Herde Christi aus innerem Herzensdrang. Wenn dann der oberste Hirte erscheint, werdet ihr die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen. Der Gott aller Gnaden aber, der uns durch Christus Jesus zu Seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird uns nach kurzer Zeit des Leidens vollenden, stärken und festigen. Ihm sei Ehre und Herrschaft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Beten wir für unseren Papst Franziskus, daß er sich bekehre und die ihm anvertraute Herde vor den Feinden bewahre, im rechten Glauben belehre und die ewige Wahrheit unverfälscht verkünden und sich als würdiger Nachfolger auf dem Stuhle Petri eines Tages erweisen möge.

Donnerstag, 22. September 2016

Gebet um tränenreiche Zerknirschung ob der Sünden

Quelle: Wikipedia
O allbarmherziger Gott, Dessen Natur die Güte und Dessen Walten die Barmherzigkeit ist, verleihe mir nach der Größe Deiner Erbarmungen eine vollkommene Reue über meine Sünden! Gib, daß ich, von innerem Schmerze der Seele gerührt, bitterlich zu weinen vermöge, daß ich meine Untaten und all mein Vergehen durch würdige Buße auslösche und durch das heilige Bad der Beichte abwasche und tilge, auf daß ich so würdig werde, gnädig von Dir Nachlaß aller Sünden zu erlangen, und durch Deine Erbarmung wieder aufatme. Gib mir, daß ich, ein Eiferer für die Gerechtigkeit, mich wappne und gegen mich selbst mutig aufstehe wie gegen den schlimmsten Sünder oder einen bösen Räuber, da ich Dich, meinen Gott, den Schöpfer Himmels und der Erde, aufs schwerste beleidigt, schuldigen Ruhm und Ehre Dir nicht gezollt, sondern fälschlich und widerrechtlich manches Gute mir angeeignet habe, meine Seele mit den Geschossen der Sünde durchbohrt und schwer verwundet, gar leicht in Versuchungen des Fleisches eingewilligt und den Geist getötet habe.
Verleihe mir also, mein Herr und Gott, gerechter, starker und geduldiger er, so großen Reueschmerz über meine Vergehen, wie Du ihn für meinen Sünden entsprechend hältst! Strafe und züchtige mich lieber in der Gegenwart, als daß Du für das zukünftige Gericht meine Untaten zur Verurteilung zurückstellst. O gütiger und milder Gott, sei mir unwürdigem und großem Sünder gnädig, da Du doch für die Sünder und Ungerechten in diese Welt zu kommen Dich gewürdigt und aus Liebe Dich nicht geweigert hast, gekreuzigt und zum schimpflichsten Tode verurteilt zu werden.






entnommen aus: Thomas von Kempen - ein deutscher Mystiker - Leben und ausgewählte Schriften, Carl Richstaetter SJ, Imprimatur, 22.März 1939

Fest des hl. Thomas von Villanova, Bischofs und Bekenners

Quelle: Wikipedia
 
 
 

Thomas, ein Spanier, war Augustinereremit, wurde Prediger am Hofe Karls V. und dann Erzbischof von Valencia. Große Wohltätigkeit gegen Notleidende zeichnete ihn aus; daher sein Beiname "Almosengeber". Er starb am 8. September 1555 zu Valencia.


Oratio

O Gott, Du ziertest den hl. Bischof Thomas in hervorragender Weise mit der tugend der Barmherzigkeit gegen die Armen; daher bitten wir Dich: gieße in Deiner Güte über alle, die zu Dir flehen, auf seine Fürsprache die Reichtümer Deines Erbarmens aus. Durch unsern Herrn.



entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur




Der hl. Mauritus, dessen Gedächtnis gefeiert wird, war Anführer der Thebäischen Legion, die nach der Überlieferung wegen ihrer Weigerung, den Göttern zu opfern, auf Befehl des Kaisers Maximian (286-305) niedergemetzelt wurde. Sie erlitten um 300 zu St. Moritz im Wallis (Schweiz) mutig für Christus den Martertod. Schon im 4. Jahrhundert erhob sich dort eine Basilika über der Stätte ihres Todes.
entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Der grausame Maximian befahl nach der Weigerung, jeden zehnten Mann der Legion, welche ungefähr zehntausend Mann zählte, niederzuhauen. Doch diese Strafe brachte sie nicht zum Abfalle vom Glauben an Jesus. Der Kaiser ließ dieselbe Strafe wiederholen. Umsonst! Alle verharrten im glauben, in der Hoffnung und in der Liebe an den Gekreuzigten und im Hasse gegen die Götter. Nun drohte der Kaiser damit, er werde sie Alle niederhauen lassen, wenn sie nicht gehorchen und opfern. Auf diese Drohung erwiderte Mauritius im Namen Aller: " Wir sind deine Soldaten, aber auch Diener des wahren Gottes. Dir sind wir die Kriegsdienste schuldig; aber unseren Schöpfer, unsern und deinen Herrn können wir nicht verleugnen. Wir bekennen Gott den Vater, den Urheber aller Dinge und Jesus Christus, seinen Sohn. Wir sahen unsere Mitbrüder niederhauen, und keine klage hörte man von uns, ja wir erfreuten uns vielmehr ihres Glückes Wir haben die Waffen in den Händen; doch wir werden uns nicht verteidigen; denn wir sterben lieber unschuldig, als daß wir schuldig leben."


Betrachtung

Wer kann ohne Rührung lesen, wie heldenmütig Mauritius und seine Gefährten aus Liebe zu Jesus ihr Leben dahingegeben? Müssen wir uns nicht schämen unserer Feigheit, wenn wir den hohen Mut dieser Christen betrachten? Müssen wir nicht erröten, wenn wir unsere Angst vor jedem Leiden, und ihre Furchtlosigkeit vor dem Tode vergleichen? Täuschen wir uns nicht! Der Geist des Evangeliums ist immer derselbe, unwandelbar in allen Jahrhunderten. Und das Wort gilt auch heute noch für uns: " wer immer irgendetwas mehr liebt, als Christus, ist Seiner nicht wert."


Gebet

Allmächtiger, gütiger Vater im Himmel, verleihe mir die Gnade, daß ich Deine Liebe und die Beobachtung Deiner Gebote Allem vorziehe!
Herrsche Du allein; herrsche Du ewig in meinem Herzen. Amen.


entnommen aus : Legende der Heiligen, hrsg. von einem Verein katholischer Geistlichen der Diözese Augsburg, Augsburg 1836

Mittwoch, 21. September 2016

Quatembermittwoch im September

Die Herbstquatember fallen jetzt auf den Mittwoch, Freitag und Samstag nach dem 14. September. Sie sind im Süden Europas ein Erntedankfest, ein Freudenfest nach der Obst und Weinernte und waren mit der Abgabe des Zehnten vonseiten der Gläubigen verbunden. Dank und Freue, Einkehr und Buße kennzeichnen die Herbstquatember.


Oratio

Wir bitten, o Herr: durch die Heilmittel Deiner Barmherzigkeit möge unsere Gebrechlichkeit Halt bekommen, damit sie, aufgerieben von eigener Ohnmacht, wieder hergestellt werde von Deiner Milde. Durch unsern Herrn.


Lectio (Amos, 9, 13-15)

So spricht Gott, der Herr: "Siehe, es kommen Tage, wo sich der Pflüger an den Schnitter reiht und der Traubenkelter an den Sämann; wo die Berge Süßigkeit träufeln und alle Höhen bebaut sein werden. Und Ich werde heimführen die Gefangenen Meines Volkes Israel; sie werden wieder aufbauen die verödeten Städte und darin wohnen; sie werden Weinberge pflanzen und den Wein davon trinken, Gärten anlegen und Früchte essen. Und Ich will sie einpflanzen in ihrer Heimat und sie fürder nimmer aus ihrem Lande ausrotten, das Ich ihnen gegeben", spricht der Herr, Dein Gott.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Fest des hl. Matthäus, Apostels und Evangelisten

Quelle: billerantik
Vor seiner Berufung gehörte Matthäus dem bei den Juden verhaßten Stand der römischen Zolleinnehmer an und hieß Levi. Er schrieb das erste Evangelium und zwar für die Juden, und verbreitete nach einer Überlieferung das Reich Gottes in Palästina und Äthiopien, wo er auch den Martertod erlitten haben soll.


Introitus

In des Gerechten Mund ist Weisheit, und seine Zunge spricht Gerechtigkeit. In seinem Herzen trägt er das Gesetz Gottes. Ereifere dich nicht der bösen Menschen wegen; beneide nicht die Missetäter. Ehre sei.


Graduale

Selig der Mann, der den Herrn fürchtet, und dessen große Freude Sein Gesetz. Gar mächtig werden seine Kinder sein auf Erden, und das Geschlecht der Frommen wird gesegnet.


Evangelium (Matth. 9, 9-13)

In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus an der Zollstätte sitzen. Er sprach zu ihm: " Folge Mir!" Da stand dieser auf und folgte ihm nach. Als Jesus dann in dessen Hause zu Tische saß, kamen viele Zöllner und Sünder und setzten sich mit Ihm und Seinen Jüngern zu Tische. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu Seinen Jüngern: " Warum ißt euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?" Jesus aber hörte es und sprach: "Nicht Gesunde bedürfen des Arztes, sondern Kranke. Gehet hin und lernet was es heißt: Barmherzigkeit will Ich, nicht Opfer. Denn Ich bin nicht gekommen, die Gerechten zu berufen, sondern die Sünder."


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Dienstag, 20. September 2016

Flehen zur schmerzhaften Mutter

O meine liebe Mutter, du Königin der Märtyrer und der Schmerzen; um meines Heiles willen hast du so viel Tränen für deinen gestorbenen Sohn vergossen. Aber was würden mir deine Tränen helfen, wenn ich dennoch verloren ginge? Erlange mir deshalb durch deine Fürsprache bei Gott, um der Verdienste deiner Schmerzen willen, eine aufrichtige Reue über meine Sünden.
Ich bitte dich auch noch, o meine liebe Mutter, um des furchtbaren Schmerzens willen, den du empfunden, als du vor deinen Augen den geliebten Sohn das Haupt neigen und sterben sahest, erlange mir eine selige Todesstunde! Weil mir vielleicht alsdann die Stimme fehlen wird, um Jesu Namen und den deinigen anzurufen, so rufe ich deinen Sohn und dich jetzt schon an, damit ihr mir in meinen letzten Augenblicken beistehen möget. Jesus und Maria, euch empfehle ich meine Seele jetzt und in der Stunde meines Todes. Amen


Hl. Alphons Maria von Liguori
 
 
entnommen: aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, Pfr. A.M.Weigl, kirchliche Druckerlaubnis Regensburg 1. Februar 1973