Freitag, 6. Oktober 2017

Glaubensbekenntnis des hl. Bruno - Gründer des Karthäuserordens

Quelle: wikipedia
"Ich glaube steif und fest an den Vater, Sohn und heiligen Geist; an den Vater, den Ursprungslosen, an den Sohn, den Eingeborenen, an den heiligen Geist, den von Beiden Ausgehenden, und daß diese drei Personen nur ein Gott sind. Ich bekenne und glaube, daß die heilige und unaussprechliche Dreieinigkeit ein einziger Gott ist von Einem Wesen, Einer Natur, Einer Majestät und Kraft. Und zwar bekennen wir, daß der Vater nicht gezeugt noch erschaffen, sondern von sich selbst ist, indem er von keinem Andern seinen Ursprung herleitet. Aus ihm wurde der Sohn gezeugt und nahm der hl. Geist seinen Ausgang; er ist also die Quelle, der Urgrund der Gottheit. Seiner Wesenheit nach unbegreiflich, zeugte er aus seinem Wesen auf unaussprechliche Weise den Sohn, der seiner Natur nach nicht anders, als was der Vater selbst ist. Gott zeugte Gott, das Licht zeugte das Licht. Von ihm also stammt alle Vaterschaft im Himmel und auf Erden. Amen. Ich glaube, daß der Sohn Gottes empfangen ist vom heiligen Geiste und geboren aus Maria der Jungfrau. Ich glaube, daß Maria vor der Empfängnis makellos gewesen, und bei wie nach der Geburt Jungfrau auf immer geblieben ist. Ich glaube, daß derselbe Sohn Gottes, als wahrer Mensch aus dem Menschengeschlechte ohne Sünde empfangen wurde. Ich glaube, daß derselbe Sohn Gottes von den treulosen Juden aus Neid gefangen genommen, schimpflich mißhandelt, ungerechter Weise gebunden, verspieen und gegeißelt wurde, gestorben, begraben und zur Befreiung der Gefangenen abgestiegen ist in die Vorhölle, auferstanden von den Todten, aufgefahren gen Himmel, von dannen er kommen wird, die Lebendigen und Todten zu richten. Ich nehme an die hl. Sakramente, welche die katholische Krche annimmt und hält, namentlich, daß das auf dem Altare consecrierte Brod das wahre Fleisch und der auf dem Altare verwandelte Wein das wahre Blut unseres Herrn Jesu Christi sei, welches wir zur Tilgung unserer Sünden und als Unterpfand unserer Seligkeit empfangen. Ich glaube endlich die Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen"


 

 

entnommen aus: Der heilige Bruno, P. Dionys-Maria Tappert, mit Genehmigung geistlicher Obrigkeit, Luxemburg 1872

 

Dieses Glaubensbekenntnis sprach der hl. Bruno nach der priesterlichen Lossprechung kurz vor seinem Tode (6. Oktober 1101)