Donnerstag, 22. September 2016

Fest des hl. Thomas von Villanova, Bischofs und Bekenners

Quelle: Wikipedia
 
 
 

Thomas, ein Spanier, war Augustinereremit, wurde Prediger am Hofe Karls V. und dann Erzbischof von Valencia. Große Wohltätigkeit gegen Notleidende zeichnete ihn aus; daher sein Beiname "Almosengeber". Er starb am 8. September 1555 zu Valencia.


Oratio

O Gott, Du ziertest den hl. Bischof Thomas in hervorragender Weise mit der tugend der Barmherzigkeit gegen die Armen; daher bitten wir Dich: gieße in Deiner Güte über alle, die zu Dir flehen, auf seine Fürsprache die Reichtümer Deines Erbarmens aus. Durch unsern Herrn.



entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur




Der hl. Mauritus, dessen Gedächtnis gefeiert wird, war Anführer der Thebäischen Legion, die nach der Überlieferung wegen ihrer Weigerung, den Göttern zu opfern, auf Befehl des Kaisers Maximian (286-305) niedergemetzelt wurde. Sie erlitten um 300 zu St. Moritz im Wallis (Schweiz) mutig für Christus den Martertod. Schon im 4. Jahrhundert erhob sich dort eine Basilika über der Stätte ihres Todes.
entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur


Der grausame Maximian befahl nach der Weigerung, jeden zehnten Mann der Legion, welche ungefähr zehntausend Mann zählte, niederzuhauen. Doch diese Strafe brachte sie nicht zum Abfalle vom Glauben an Jesus. Der Kaiser ließ dieselbe Strafe wiederholen. Umsonst! Alle verharrten im glauben, in der Hoffnung und in der Liebe an den Gekreuzigten und im Hasse gegen die Götter. Nun drohte der Kaiser damit, er werde sie Alle niederhauen lassen, wenn sie nicht gehorchen und opfern. Auf diese Drohung erwiderte Mauritius im Namen Aller: " Wir sind deine Soldaten, aber auch Diener des wahren Gottes. Dir sind wir die Kriegsdienste schuldig; aber unseren Schöpfer, unsern und deinen Herrn können wir nicht verleugnen. Wir bekennen Gott den Vater, den Urheber aller Dinge und Jesus Christus, seinen Sohn. Wir sahen unsere Mitbrüder niederhauen, und keine klage hörte man von uns, ja wir erfreuten uns vielmehr ihres Glückes Wir haben die Waffen in den Händen; doch wir werden uns nicht verteidigen; denn wir sterben lieber unschuldig, als daß wir schuldig leben."


Betrachtung

Wer kann ohne Rührung lesen, wie heldenmütig Mauritius und seine Gefährten aus Liebe zu Jesus ihr Leben dahingegeben? Müssen wir uns nicht schämen unserer Feigheit, wenn wir den hohen Mut dieser Christen betrachten? Müssen wir nicht erröten, wenn wir unsere Angst vor jedem Leiden, und ihre Furchtlosigkeit vor dem Tode vergleichen? Täuschen wir uns nicht! Der Geist des Evangeliums ist immer derselbe, unwandelbar in allen Jahrhunderten. Und das Wort gilt auch heute noch für uns: " wer immer irgendetwas mehr liebt, als Christus, ist Seiner nicht wert."


Gebet

Allmächtiger, gütiger Vater im Himmel, verleihe mir die Gnade, daß ich Deine Liebe und die Beobachtung Deiner Gebote Allem vorziehe!
Herrsche Du allein; herrsche Du ewig in meinem Herzen. Amen.


entnommen aus : Legende der Heiligen, hrsg. von einem Verein katholischer Geistlichen der Diözese Augsburg, Augsburg 1836