Freitag, 2. September 2016

Fest des hl. Stephan, Königs und Bekenners

Quelle: Wikipedia
Er empfing die Taufe durch den hl. Adalbert, wurde zunächst Herzog, dann König von Ungarn und bekehrte sein Volk zum Christentum. Deshalb wird er Apostel von Ungarn genannt. Seine Liebe zum Gebet und zur Betrachtung machte ihn zu einer vorbildlichen Königsgestalt.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur



Betrachtung

Große Talente hatte Gott dem heiligen Stephan verliehen, auf daß er Schätze sammle für das Reich Gottes. Er war König, war mit großen Gaben begabt und großer Gnade gewürdigt worden. Er war aber ein treuer Sachwalter. Er Verwendete die empfangenen Talente erstens zur Ehre Gottes und seiner heiligen Kirche. Wie vieles tat er, um den Namen Gottes und seines Eingeborenen unter seinen Völkern zu verbreiten und Ihm die Anbetung von Millionen zu gewinnen. Erwäge, christlicher Leser, wozu verwendest du die göttliche Gabe des Verstandes? Liegt dir daran, Gott immer mehr zu erkennen? Wozu deinen Willen? Erfüllst du Seine Gebote? Ehrest du durch dein Reden, Tun und Lassen Gott und Jesum Christum, oder entehrest du Ihn?
2. Er verwendete seine Talente zur eigenen Vervollkommnung. Gebet, Betrachtung, Almosengeben, Abtötung der Sinnlichkeit füllten viele Stunden in seinem Regentenleben. Wozu verwendest du so manche Stunde deines Lebens? Wachsest du täglich an Güte, Nächstenliebe, an Liebe Gottes und Gerechtigkeit? Oder wirst du vielleicht vielmehr irdischer und unempfänglicher für das Göttliche?
3. Zum Besten der Menschheit. Er verwendete alle Macht und Reichtümer, um seine Untertanen zu beseligen; sie zur Erkenntnis Jesu zu führen, ihnen eine göttliche Religion zu sichern, ihnen wohlzutun und sie zu beschützen. Gibst du, wenn du kannst? Belehrest und ermahnest oder warnest du, wo dir die Macht dazu gegeben ist? Nimmst du den Gekränkten, Verfolgten und Verleumdeten in Schutz?


Gebet

O Gott! Viele und große Talente hast du uns anvertraut, um Deine Ehre, unsere eigene Besserung und das Wohl unserer Mitmenschen zu befördern. Wir wollen als treue und fleißige Knechte von nun an, wie dein heiliger Diener, nur deine Ehre suchen, an unserer Besserung und der Besserung und dem wohle unserer Mitmenschen arbeiten. Verleihe uns dazu Deine Gnade durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.


entnommen aus: Legende der Heiligen auf jeden Tag des Jahres nebst der Anwendung auf die Glaubens- und Sittenlehre, hrsg. von einem Verein katholischer Geistlichen der Diözese Augsburg, 1836