1.Nachdem Er bei den Aposteln gewesen, und zum Gebete zurückgekehrt war, wiederholte Er dieselben Worte; aber mit größerem Eifer, als vorher: Mein Vater, Mein Vater, Dir ist alles möglich, wende diesen Kelch von Mir; doch nicht was Ich will, sondern was Du willst. (Mark. 14. 36.)
Die Verdopplung des Eifers und Vertrauens drückt sich in den Worten aus: Mein Vater, Mein Vater. Er bekennt zugleich, daß sein Vater allmächtig ist, und will uns dadurch lehren: 1. daß der Erfolg des Gebetes von der Allmacht Gottes abhängig ist; 2. daß man, um von Gott eine Gnade zu erhalten, damit beginnen müsse, Seine Allmacht anzuerkennen. Der Sinn Seines gebetes ist daher: Du kannst mir, um was ich bitte, weder aus Mangel an Liebe verweigern, denn Du bist mein Vater, noch aus Mangel an Macht, denn Dir ist Alles möglich ...
So sollen auch wir beten, besonders in dringenden Gefahren und Trübsalen ...., Ja, mein Vater, Dir ist Alles möglich .....
Befreie mich von der Versuchung, die mich dränget.... Gib mir die Tugend, um welche ich Dich bitte... Stehe mir bei in der Not, in der ich mich befinde ... Vor allem aber geschehe Dein Wille .... und nicht der meinige ...
Erwecke eine vollkommene Ergebung in den Willen Gottes ...
2. Jesus kommt abermals zu den Aposteln, und findet sie schlafend. Er hat Mitleiden mit ihrer Schwachheit .... dann kehrt Er zum dritten Male zurück, und wiederholt dasselbe Gebet: Mein Vater, wenn Du willst, so nimm diesen Kelch von mir usw. Dieses Gebet war lang; denn wie der Evangelist erzählt , verfiel Er in Todesangst und verlängerte Sein Gebet (Luk. 22. 24.).
Betrachte die auffallende Verlassenheit, in der Sich der Heiland befindet: Er empfängt von Niemanden einigen Trost ... Seine heil. Mutter ist abwesend ... Sein Vater höret Ihn nicht ... Seine Jünger schlafen ... Seine Gottheit und die höheren Eigenschaften der Seele lassen die niederen in der größten Verlassenheit.
Ich suchte Jemand, der mit Mir trauerte, ruft Er durch den Mund des Propheten, und Niemand war das, der Mich tröstete, und Ich fand Keinen (Ps. 68. 21.)
Erwecke Gefühle des Mitleids ... einen aufrichtigen und festen Vorsatz, Ihn nachzuahmen.
3. Je verlassener der Heiland ist, desto mehr verharret Er im Gebete ... ohne Sich zu beklagen, daß Ihn der Vater nicht erhört ... ohne der heil. Übung überdrüssig zu werden, ohne zu ermüden, denn Er wiederholt sie dreimal ... Im Gegenteile, Sein Eifer nimmt immer mehr zu. Hören wir nach diesem göttlichen Vorbilde nicht auf zu beten, und murren wir nicht wider Gott, daß Er uns nicht erhöre ... oder daß Er zögere, uns heimzusuchen ... Unterlassen wir daher nicht die Gewohnheit des Gebetes ... Ja es ist gut, dasselbe in solchen Fällen zu verlängern, um einen Sieg über uns selbst zu gewinnen. Wer wollte sich beklagen, daß er nicht sogleich erhört werde, da er es wünsche, wenn er sieht, daß Gott Seinen vielgeliebten Sohn nicht erhört? Die Zögerung hat Ihm keinen Nachteil gebracht - sie wird auch uns nicht schaden ... Sein Vater erhöret Ihn nicht, weil Er unser Heil will ... Bewundere Seine Liebe ... Danke Ihm ...
Erwecke eine gleiche Ergebung für ähnliche Fälle ... Es ist zu deinem Besten.
Ablaßgebet
Seele Christi
entnommen aus: Die Heilige Stunde, G. W., Bischöfliche Gutheißung Benignus Bischof von Autun 10. Februar 1830
Herr bekehre mich zu Dir und laß mich nicht in das Zeitliche versinken, Der Du nach Deiner Güte denen, die Dir nachfolgen, himmlische Güter versprochen hast.
entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914
Wir danken Dir göttlicher Heiland, daß Du
für unsere Sünden Todesangst gelitten und Blut geschwitzt hast.
Wir bitten Dich demütig, verlaß' uns nicht in der Stunde
des Leidens und der Angst, sondern sende uns
Deinen heiligen Engel, daß er uns stärke und
in Dein himmlisches Reich führe! Amen.
entnommen aus Gottesdienst Gebets- und Gesangbuch der Erzdiözese München und Freising 1957
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| Quelle: Wikipedia |
Der hl. Papst Kornelius regierte die Kirche von 251 bis 253. Er wurde von Kaiser Gallus nach dem heutigen Civitavecchia verbannt und starb nach der Legende den Martertod. Trotz des Widerspruchs der Novatianer behielt er seine Milde Praxis gegen die während der Verfolgung Abgefallenen bei; eine Synode zu Rom billigte sein Verfahren. Er stand im Briefwechsel mit dem hl. Cyprian., der zuerst Rhetor in Karthago war, nach seiner Taufe Priester, dann Bischof von Karthago wurde. Als kirchlicher Schriftsteller genießt er großes ansehen. Er erlitt den Martertod duch Enthauptung. Die Kirche gedenkt beider hll. Martyrer in jeder Messe im Kanon vor der heiligen Wandlung.
Lesung aus dem Buch der Weisheit (3, 1-8)
Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, des Todes Qual berührt sie nicht. Sterbende waren sie dem Auge der Toren; als Unglück gilt ihr Ende, ihr Scheiden von uns als Untergang - sie aber weilen im Frieden. Wenn sie nach Ansicht der Menschen Qualen erlitten, so erfüllte sich doch ihr Hoffen auf Unsterblichkeit. Ein wenig nur werden sie gepeinigt, aber viel Herrliches wird ihnen widerfahren; denn Gott hat sie nur geprüft, und Er fand sie Seiner wert. Wie Gold im ofen hat Er sie erprobt, und wie ein Brandopfer sie angenommen. Ist die Zeit (des Weltgerichts) gekommen, so wird Er Sich ihrer annehmen. Die Gerechten werden dann glänzen und wie Funken durch das Rohrgestrüpp (der Sünder) fahren (um an ihnen das Gericht zu vollziehen). Sie werden die Völker richten und über die Nationen herrschen, und König sein in Ewigkeit.
entnommen aus: Schott Meßbuch 1957 Imprimatur
Komm, o Herr, und zögere nicht mir zu helfen; Dein Knecht (Deine Magd) bin ich, komm mir mit Deiner Gnade zu Hilfe und mir wird geholfen sein!
entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914
Göttlicher Heiland, Du Vergelter alles Guten, Du selber hast gesagt: "Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen". Im Vertrauen auf diese Deine Verheißung bitte ich Dich inständig, schenke allen, die mir je Gutes erwiesen haben, Deine milde Barmherzigkeit. Den noch lebenden Wohltätern verleihe Deine Gnade und reichen Segen; die verstorbenen aber führe, wenn sie noch im Fegfeuer weilen, bald zum ewigen Lohne, gib ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen! Amen.
entnommen aus: Gottesdienst, Gebet- und Gesangbuch des Erzbistums München und Freising, gegeben zu München Michael Kardinal Faulhaber, 25. Februar 1950
Was bedeuten die verschiedenen Leibesstellungen und Gebräuche bei dem Gebete der Katholiken?
Im Allgemeinen bedeuten sie, daß man Gott nicht nur mit der Seele, sondern auch mit dem Leibe ehren, dienen und anbeten müsse. Wenn man also mit lauter Stimme betet, so will man Gott nicht bloß mit dem Geiste, sondern auch mit dem Munde loben. Wenn man mit entblößtem und geneigtem Haupte, mit gefalteten oder erhobenen Händen mit gebogenen Knieen, mit gebeugtem oder zur Erde gestrecktem Leibe betet, so gibt man hierdurch seine Unwürdigkeit vor Gott zu erscheinen, und seine Ehrfurcht und Unterwürfigkeit gegen die Majestät Gottes zu erkennen, vor der wir uns nicht genügend demütigen können. Das Kreuzzeichen erinnert uns, daß Christus uns bis zum Tode des Kreuzes geliebt und dadurch von der Sünde aud all' ihren Folgen erlöset hat, und ist zugleich ein Bekenntnis unseres Glaubens an den Gekreuzigten. Wenn wir damit Stirne, Mund und Brust bezeichnen, so wollen wir damit sagen, daß wir Christum durch unsere Gedanken, Worte und Werke ehren sollen und wollen; und wenn wir dabei die Worte aussprechen: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes," so geben wir dadurch zu verstehen, daß alle Wohltaten, die uns durch Christus zuteil wurden, im Grunde den dreieinigen Gott zum Urheber haben, sowie, daß ein Leben, welches wir Christo weihen, auch der Ehre der heiligsten Dreifaltigkeit geweiht sei. -
Manche bei dem Gebete vorkommenden Gebräuche sind schon im alten Testament vorhanden gewesen und von Christus Selbst auch beobachtet worden, z. B. das Niederfallen auf das Angesicht, das Beugen der Knie etc.; andere aber wurden erst von den Aposteln und ihren Nachfolgern eingeführt, wie das Emporheben und Ausspannen der Hände, das Bezeichnen mit dem Heiligen Kreuze usw.
entnommen aus: christkatholisches Unterrichts- und Erbauunsbuch, R. P. Goffine, Ord. Präm., mit vielen Erzbischöflichen und Bischöflichen Approbationen 1867-1874
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| Quelle: Wikipedia |
In der Passionszeit (Freitag nach dem ersten Passionssonntag) gedenkt die Kirche nicht bloß des Leidens des Heilandes, sondern auch der Schmerzen seiner gebenedeiten Mutter. Maria stand heldenmütig unter dem Kreuze, als ihr göttlicher Sohn den Opfertod starb; sie erduldete unblutigerweise alle seine Martern an der Seele und nahm so innigsten Anteil an dem welterlösenden Opfertode Christi.
Die Verehrung der Sieben Schmerzen Mariä wurde besonders durch die Stifter des Servitenordens (Fest am 12. Februar) gefördert. Ein eigenes Fest zu Ehren dieser Schmerzen wurde 1423 auf einer Kölner Synode empfohlen und durch Papst Benedikt 1727 für die ganze Kirche vorgeschrieben. Das Fest am 15. September wurde durch Pius VII. eingeführt zum Dank für seine glückliche Rückkehr aus der Gefangenschaft.
Oratio
O Gott, bei Deinem Leiden drang, wie Simeon es vorhergesagt, das Schwert des Schmerzes durch das liebevollste Herz der glorreichen Jungfrau und Mutter Maria; verleihe uns, die wir in frommen gedenken ihre Schmerzen verehren, die Gnade, die selige Wirkung Deines Leidens zu erlangen: der Du lebst.
entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur
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| Quelle: Wikipedia |
Laß, o Herr, eines zeitlichen Verlustes wegen mich nie an meiner Seele Schaden leiden! Stärke Du meinen Glauben, befestige Du mein Vertrauen: Du hast mir die die ewigen Güter des Himmels versprochen; Du wirst auch in dieser Zeit für mich sorgen.
entnommen aus: Führer zur himmlischen Heimat, von einem Priester der Diözese Passau, Imprimatur München, 28. Mai 1914
Dieses Fest ist das jährliche Gedächtnis, daß das Kreuz, an welchem Christus gestorben, in der von Konstantin dem Großen und seiner Mutter, der hl. Helena, zu Jerusalem erbauten heiligen Kreuzkirche zur öffentlichen Verehrung aufgestellt worden. Dies ist geschehen unter dem Kaiser Konstantin, als die heil. Kreuzkirche eingeweiht wurde; dann aufs Neue unter dem Kaiser Heraklius, der das heilige Kreuz, welches von dem Perserkönig Chosroes nach Persien gebracht worden und daselbst vierzehn Jahre geblieben war, wieder eroberte, nach Jerusalem zurückbrachte und selbst auf den Kalvarienberg trug, auf den es der Heiland getragen hatte.
Als der Kaiser Heraklius aus Ehrfurcht das heilige Kreuz auf seinen eigenen Schultern zu dem bestimmten Orte tragen wollte, aber dabei mit kaiserlichem Schmucke angetan war, konnte er dasselbe nicht weiter bringen, bis er auf Anraten des Patriarchen Zacharias den kaiserlichen Schmuck ablegte, sich ärmlich kleidete, die Schuhe auszog, und auf solche Art sich dem armen und demütigen Heilande gleich machte.
entnommen aus: Christkatholisches Unterrichts- und Erbauungsbuch, R. P. Goffine, Ord. Präm., hrsg. Pfar. Franz Xaver Steck, mit vielen erzbischöflichen und bischöflichen Approbationen, 1872
Introitus
Wir aber müssen uns rühmen im Kreuze unseres Herrn Jesus Christus; in Ihm ist für uns das Heil, das Leben und die Auferstehung; durch Ihn sind wir gerettet und erlöst.
Gott möge Sich unser erbarmen und uns segnen; Er lasse Sein Antlitz über uns leuchten und erbarme Sich unser. Ehre sei.
Oratio
O Gott, Du erfreust uns am heutigen Tage durch die jährliche Feier der Erhöhung des heiligen Kreuzes; wir bitten Dich nun: laß uns im Himmel die Früchte der Erlösungstat Dessen (nämlich Jesu Christi) erlangen, Dessen Geheimnis wir auf Erden erkannt haben. Durch Ihn, unsern Herrn.
Evangelium (Jo. 12, 31-36)
In jener Zeit sprach Jesus zu den Scharen der Juden: "Jetzt ergeht das Gericht über die Welt, jetzt wird der Fürst dieser Welt (der Satan) hinausgeworfen werden (durch den Opfertod Christi). Ich aber werde, wenn Ich von der Erde erhöht bin (am Kreuze), alles an Mich ziehen." (Das sagte Er, um die Art Seines Todes anzudeuten)
Das Volk antwortete Ihm: "Wir haben aus dem Gesetze gehört, daß Christus ewig bleibt. Wie kannst Du sagen, der Menschensohn muß erhöht (getötet) werden? Wer ist dieser Menschensohn?"
Jesus antwortete ihnen: "Noch kurze Zeit ist das Licht bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit die Finsternis euch nicht überrasche; denn wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. Glaubet an das Licht, solang ihr das Licht habt, damit ihr Kinder des Lichtes seid."
entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur