Samstag, 27. Februar 2021

Betrachtung des Leidens Jesu bei der hl. Messe - Andenken für Lebende

(Jesus wendet sich zu den Frauen, die Ihm unter Tränen folgen, und spricht: Ihr Töchter Jerusalems! weinet nicht über Mich, über euch selbst und über eure Kinder weinet.) -
Mir ist, als riefest Du, o Jesu! auch mir zu: Weine nicht über Mich, sondern über dich selbst und über deine Sünden, vergilt Meine Liebe nicht ferner mit Undank, murre bei Leiden nicht; brause über Beleidigungen nicht auf, denke nicht an Rache derselben. O, laß mich diesen Zuruf hören, damit mir Dein Versöhnungstod nicht zur Verdammung, sondern zum Heil gereiche!




entnommen aus: Die Heilige Stunde - Todesangst unseres Herrn Jesus Christus im Ölgarten, Bischöfliche Gutheißung, Benignus, Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Überreuter, 2. Auflage Wien 1850

Fest des hl. Gabriel Possenti, Bekenners

Quelle: Wikipedia
Gabriel Possenti 1838 zu Assisi geboren, trat mit 18 Jahren in den Orden der Passionisten ein. Er zeichnete sich durch eine innige Verehrung der schmerzhaften Gottesmutter aus. Er wird auch als Gabriel von der schmerzhaften Mutter bezeichnet. Noch Kleriker, starb der "Aloisius unserer Tage" im Alter von erst 24 Jahren 1862 in Isola. 1920 wurde er heiliggesprochen und sein Fest von 1934 ab für die ganze Kirche vorgeschrieben.


Oratio

O Gott, Du lehrtest den hl. Gabriel unablässig die Schmerzen Deiner lieben Mutter erwägen und erhobest ihn durch sie zur Glorie der Heiligkeit und herrlicher Wunder; gib uns um seiner Fürsprache und um seines Beispiels willen die Gnade, uns den Tränen Deiner Mutter so anzuschließen, daß wir durch ihren mütterlichen Schutz das Heil finden. Der Du lebst.



Lesung aus dem Brief des hl. Apostels Johannes

Geliebte! Ich schreibe euch ihr Jünglinge; denn ihr seid stark, Gottes Wort bleibt in euch, und ihr habt den Bösen besiegt. Habet die Welt nicht lieb, noch das, was in der Welt ist. Wenn einer die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist: die Fleischeslust, die Augenlust und die Hoffart des Lebens - es entstammt nicht dem Vater, sondern es entstammt der Welt. Die Welt aber vergeht samt ihrer Lust. Doch wer den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Freitag, 26. Februar 2021

Betrachtung des Leidens Jesu bei der hl. Messe - Lavabo

Lavabo

(Pilatus wäscht die Hände vor dem Volke und spricht: Ich bin rein an dem Blute dieses Unschuldigen; er sündigt aber dessen ungeachtet, weil er als Richter dem so ungerechten Begehren der Feinde Christi nicht genug widersteht, um dem Kaiser nicht zu mißfallen.) -
Wie abscheulich ist es, Recht und Gewissen der Menschenfurcht oder einem zeitlichen Vorteile zu opfern! - O Herr! laß mich auch dann noch meine Pflichten treu erfüllen, wann es mir Schaden bringt. Laß mich nicht Menschen, die mir höchstens mein zeitliches Gut rauben können, sondern Dich fürchten, der Du Leib und Seele ewig unglücklich machen kannst.




entnommen aus: Die Heilige Stunde - Todesangst unseres Herrn Jesus Christus im Ölgarten, Bischöfliche Gutheißung, Benignus, Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Überreuter, 2. Auflage Wien 1850

Donnerstag, 25. Februar 2021

Betrachtung des Leidens Jesu bei der hl. Messe - Orate Fratres

(Jesus wird mit einem Purpurmantel um den Leib, mit der dörnernen Krone auf dem Haupte und mit dem Rohr in der Hand, dem Volke gezeigt, wobei Pilatus spricht: Seht den Menschen an! - Schon vorhin fielen die Soldaten vor Jesu auf die Kniee, und sagten spottend: Es lebe der König der Juden! spieen auf Ihn, gaben Ihm Backenstreiche, nahmen das Rohr, und schlugen es Ihm auf's Haupt.) -
Nimm ewiger Vater! alle Leiden Deines Sohnes in Gnaden an, und laß mich Ihn umso mehr lieben, je mehr Er meiner Sünden wegen duldet.



entnommen aus: Die Heilige Stunde - Todesangst unseres Herrn Jesus Christus im Ölgarten, Bischöfliche Gutheißung, Benignus, Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Überreuter, 2. Auflage Wien 1850

Mittwoch, 24. Februar 2021

Betrachtung des Leidens Jesu bei der hl. Messe - Das Opfer Brot und Wein

Dominus vobiscum

(Jesus wir zu Pilatus zurückgeführt. Dieser wendet sich zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde Ihn an keinem von dem allen schuldig, worüber ihr Ihn anklaget.) -
Was für ein Zeugnis für die Unschuld und die Heiligkeit Jesu aus dem Munde eines heidnischen Landpflegers! - O Vater! sieh auf Deinen unschuldigen Sohn, und verzeih' mir durch Ihn meinen unheiligen, sündhaften Wandel.


Das Opfer Brot und Wein

(Jesus, der sich dem himmlischen Vater, zu Dessen Ehre und zu unserem Heile, während Seines Leidens stets opfert, wird der Kleider beraubt, gegeißelt, mit Dornen gekrönt, und als ein Afterkönig auf's Neue verspottet.) -
O Herr! nimm dieses Opfer zur Anerkennung Deiner höchsten Majestät und unserer gänzlichen Abhängigkeit von Dir, nimm es als ein Dank-, Versöhn-, und Bittopfer gnädig an, und verleih' mir die Gnade, daß ich alle meine bösen Gewohnheiten ablege, und jede Unreinigkeit verabscheue. Reinige meine Seele durch Dein Blut, das Du aus Liebe so häufig fließen ließest. Laß mich von den Menschen, die mich quälen, hinweg - und zu Dir hinauf schauen; sie können mir ja, ohne Deine Zulassung, nichts tun. Sei mein König! Laß mich jetzt an Deiner Erniedrigung, einst aber auch an Deiner Verherrlichung Teil nehmen.


entnommen aus: Die Heilige Stunde - Todesangst unseres Herrn Jesus Christus im Ölgarten, Bischöfliche Gutheißung, Benignus, Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Überreuter, 2. Auflage Wien 1850

Quatember-Mittwoch in der Fastenzeit

Evangelium nach Matthäus (12, 38-50)

In jener Zeit sprachen einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern zu Jesus: "Meister wir möchten gern ein Zeichen von Dir sehen." Er antwortete ihnen: "Das böse und ehebrecherische Geschlecht verlangt ein Zeichen; es wird ihm aber kein Zeichen gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jonas. Denn gleichwie Jonas drei Tage und drei Nächte im Bauche des Seeungeheuers war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoße der Erde sein. Die Männer von Ninive werden beim Gerichte gegen dieses Geschlecht auftreten und es verdammen; denn sie haben auf die Predigt des Jonas Buße getan; hier aber ist mehr als Jonas. Die Königin des Südens (von Saba) wird sich beim Gerichte gegen dieses Geschlecht erheben und es verdammen; den sie kam von den Grenzen der Erde, um die Weisheit Salomons zu hören; hier aber ist mehr als Salomon. Wenn der unreine Geist vom Menschen ausgefahren ist, schweift er durch öde Gegenden und sucht Ruhe, findet sie aber nicht. Alsdann spricht er : Ich will in mein Haus zurückkehren, aus dem ich fortgezogen bin. Und er kehrt zurück, findet es leer, mit Besen gereinigt und geschmückt. Nun geht er hin, nimmt noch sieben andere Geister mit, die schlimmer sind als er. Und sie ziehen ein und wohnen darin; und die letzten Dinge dieses Menschen werden schlimmer sein als die ersten. So wird es auch diesem Geschlecht ergehen." -
Während er noch zum Volke redete, standen seine Mutter und seine Brüder (Vettern) draußen und wollten mit ihm reden. Da sprach einer zu ihm: "Sieh Deine Mutter und Deine Brüder stehen draußen und suchen Dich." Er aber erwiderte dem, der es Ihm sagte: "Wer sind meine Mutter und wer sind meine Brüder?" Dann wies er mit der Hand auf Seine Jünger und sprach: "Seht da, Meine Mutter und meine Brüder! Denn jeder, der den Willen Meines Vaters im Himmel tut, der ist Mir Bruder, Schwester und Mutter."


entnommen aus dem: Römischen Meßbuch, Anselm Schott O.S.B., Imprimatur 1957

Fest des hl. Matthias, Apostels

Quelle: billerantik
Er war einer der 72 Jünger und wurde an Stelle des Verräters Judas durch das Los zum Apostel bestimmt. Zuerst soll er im Judenlande, dann in Äthiopien gepredigt und hier die Martyrerkrone errungen haben. Teile seines hl. Leibes kam nach alter Überlieferung durch die hl. Helena nach Rom und Trier.


Evangelium nach Matthäus

In jener Zeit nahm Jesus das Wort und sprach: "Ich preise Dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß Du dieses vor Weisen und Klugen verborgen, den Kleinen aber geoffenbart hast. Ja, Vater, so war es Dir wohlgefällig. Alles ist Mir von Meinem Vater übergeben worden. Niemand kennt den Sohn als der Vater; und auch den Vater kennt niemand als der Sohn, und wem es der Sohn offenbaren will. Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken. Nehmet Mein Joch auf euch und lernet von Mir; denn Ich bin sanftmütig und demütig von Herzen; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn Mein Joch ist sanft und Meine Bürde ist leicht."


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur

Dienstag, 23. Februar 2021

Betrachtung des Leidens Jesu bei der hl. Messe - Evangelium

Evangelium

(Man führt Jesum von Pilatus zu Herodes. Von diesem wird er gleich einem Toren verspottet.) -
Hält man mich für einen Toren, spottet man meiner, so laß mir, o Jesu! Deine Verspottung bei Herodes vor Augen schweben, und die ehre, tugendhaft zu bleiben, dem Spotte jener Menschen weit vorziehen, die niederträchtig genug sind, eine Forderung gegen dein heil. Gesetz an mich zu machen. - Laß mich die Lehre Deines Evangeliums, die Du am Ende mit Deinem Blute versiegelt hast, und jedes Deiner Tugendbeispiele bis in den Tod befolgen.



entnommen aus: Die Heilige Stunde - Todesangst unseres Herrn Jesus Christus im Ölgarten, Bischöfliche Gutheißung, Benignus, Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Überreuter, 2. Auflage Wien 1850

Montag, 22. Februar 2021

Das heilige Sakrament der Buße 6

Nach der Beichte

Nach der Beichte kannst du folgendes Gebet verrichten
Barmherziger Gott, liebreichster Vater! Von ganzem Herzen und aus allen Kräften meiner Seele danke ich dafür, daß Du mich durch dieses heilige Sakrament um der unendlichen Verdienste Jesu Christi willen von meinen Sünden befreit und gereinigt hast. Verzeihe mir alle Fehler, die ich vielleicht in der Vorbereitung und Ablegung meiner Beichte begangen habe. Was an meiner Reue, meinem Vorsatz und meinen Sündenbekenntnis mangelhaft war, das ersetze Du durch Deine übergroße Barmherzigkeit. Zur Genugtuung für alle durch meine Sünden Dir zugefügten Beleidigungen und zur Tilgung der verdienten Strafen opfere ich Dir auf das bittere Leiden, das kostbare Blut, die unendlichen Verdienste Jesu Christi, Deines Sohnes, meines Erlösers, und in Vereinigung damit die Verdienste der seligsten Jungfrau Maria und aller lieben Heiligen, inbesondere auch die Bußen und Genugtuungen der hll. Büßer und Büßerinnen, sowie meine eigene geringe Buße, die ich nun verrichten will.

Verrichte deine Buße soweit es jetzt möglich ist.

Laß zur Sühne, o Gott, auch alles gelten, was ich in meinem ganzen Leben mit Deiner Gnade noch Gutes tun darf oder Widriges erleiden muß.
Und nun bereue ich nochmals alle meine Sünden. Ich widersage von ganzer Seele allem Bösen und will es immerdar meiden. "Geh hin und sündige nicht mehr", so hast Du einst o Herr, gesagt. Ich bitte Dich, sprich jetzt dieses Wort auch zu mir und hilf mir, daß ich es befolge. Ich erneuere vor Dir meine Vorsätze, die ich gefaßt, besonders den Vorsatz, diese Sünde ..., die Gelegenheit ... zu meiden, dieses Mittel zur Besserung .... zu gebrauchen. Ich will täglich vor Dir meinen Dank und meine Vorsätze erneuern und öfters die heiligen Sakramente empfangen. Dir, o Gott, will ich treu und beständig dienen und stets nach Deinen Geboten wandeln. Nicht Leidenschaft noch Menschenfurcht, nicht Lust noch Leid, nicht Leben noch Tod noch irgendein Geschöpf möge mich trennen vor der Liebe zu Dir.
Aber Du kennst meine Schwäche, o Gott. Darum gib mir Kraft und Stärke. Mein gekreuzigter Heiland! Laß mich in jeder Gefahr der Sünde an Dein bitteres Leiden denken, auf daß ich mich nie von Dir trenne. Hilf mir, Maria, meine Mutter, meine Beschützerin! Erlange Du mir von Deinem Sohne die Gnade der Beharrlichkeit und einen seligen Tod. Amen.


entnommen aus Schott Meßbuch 1957 Imprimatur



Betrachtung des Leidens Jesu bei der hl. Messe - Epistel

Dominus vobiscum

(Jesus wendet sich zu Petrus, und blickt ihn an. Dieser geht hinaus und weint bitter.) -
Falle ich, wie Petrus aus Schwachheit, o so zeige mir Dein gnädiges Angesicht, o Gott! reiche mir Deine Hand, damit ich, wie dieser Jünger, geschwind aufstehe, meine Sünden beweine, mich bessere, und durch verdoppelten Eifer in Erfüllung meiner Pflichten die vorhergegangenen Fehler wieder gut mache.


Epistel

(Jesus wird zu Pilatus geführt, und auf mancherlei Art verleumdet und angeklagt.)
Wie schändlich und ungerecht ist die Verleumdung! sie  verletzt die Nächstenliebe, welche doch eine der wichtigsten Pflichten der Religion ist. Gott behüte mich gnädig davor! - Wer es mit der Wahrheit hält, sprichst Du, o Jesu! der hält es mir Mir. Verfestige mich in der Überzeugung, daß alle Deine Lehren die reinste Wahrheit sind, und verleihe mir, daß ich durch die Befolgung Deiner Vorschriften meine zeitliche und ewige Glückseligkeit befördere.


entnommen aus: Die Heilige Stunde - Todesangst unseres Herrn Jesus Christus im Ölgarten, Bischöfliche Gutheißung, Benignus, Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Überreuter, 2. Auflage Wien 1850