Montag, 7. März 2016

Fest des hl. Thomas von Aquin, Bekenners und Kirchenlehrers

Quelle: Wikipedia
1225 zu Roccasecca in Mittelitalien aus gräflichem Geschlechte geboren, wurde er trotz des Widerstandes seiner Familie 1243 Dominikaner, studierte unter dem hl. Albertus Magnus in Paris und Köln, wurde dann selbst gefeierter Lehrer zu Paris und Neapel. Er ist  "weltberühmt durch den Adel seiner Geburt, durch die Heiligkeit seines Lebens, namentlich durch seine tiefe Kenntnis der Theologie" (Röm. Martyriologicum). Als der "englische Lehrer" bleibt er für alle Zeiten einflußreich und ist Patron der katholischen Schulen. Von ihm stammt die Messe und das Stundengebet des  Fronleichnamsfestes. Er starb 1274 zu Fossanuova auf der Reise zum zweiten Konzil von Lyon und ist in Toulouse beigesetzt.


Oratio

O Gott, Du erhellst Deine Kirche durch die wunderbare Gelehrsamkeit Deines hl. Bekenners Thomas und befruchtest sie durch sein heiliges Wirken; daher bitten wir Dich: laß uns mit dem Verstande erfassen, was er gelehrt, und durch Nachahmung vollbringen, was er getan. Durch unsern Herrn.


Lectio (libri sapientiae 7, 7-14)

Ich bat, und es ward mir Einsicht gegeben; ich rief, und der Geist der Wahrheit kam zu mir. Ich zog sie Königreichen und Thronen vor und hielt Reichtum für nichts im Vergleich zu ihr. Keinen Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold ist neben ihr ein bißchen Sand, und Silber wird ihr gegenüber wie Lehm erachtet. Mehr als Gesundheit und Schönheit liebte ich sie, und sie war mir lieber als das Licht des Tages; denn unauslöschlich ist ihr Glanz. Doch es kamen mir alle anderen Güter zugleich mit ihr und unermeßlicher Reichtum durch ihre Hände. Und ich freute mich an all dem, weil mich die Weisheit leitete. Doch wußte ich (früher noch) nicht, daß sie (auch) die Urheberin davon (nämlich dieser Güter) ist. Ohne Falsch habe ich sie erlernt, und neidlos teilte ich sie mit, und halte ihren Wert nicht geheim. Denn ein unerschöpflicher Schatz ist sie für die Menschen; die ihn gebrauchen, werden der Freundschaft Gottes teilhaftig, da sie sich ihm empfehlen durch die Gaben, die die Zucht verleiht.