Mittwoch, 23. März 2016

Betrachtung des Leidens Jesu bei der hl. Messe - Der Priester hält beide Hände über den Kelch und das Brot

(Jesus wird auf dem Kalvarienberge von den Soldaten ergriffen und Seine Kleidung wird Ihm von dem ganz mit Blut überronnenen Leibe, unter neuen Schmerzen herab gerissen.) -
Wer hat so geliebt, gelitten und geschwiegen, wie Jesus? O laß mich von Dir lieben, leiden und schweigen lernen!
(Jesus wird unter größten Schmerzen mit Nägel an das Kreuz geheftet.) -
Welche unaussprechlichen Leiden bei dieser schmählichen Todesart, mit der nur die größten Verbrecher belegt wurden! Welche peinlichen Schmerzen mußte dabei jedes Glied Deines Leibes fühlen! - Wie groß, o Jesu! ist Deine Liebe gegen mich! Wie schwer müssen meine Sünden vor Dir sein! Soll mir mein sündhafter Leib nicht als Werkzeug zur Buße dienen?


entnommen aus: Die Heilige Stunde - Todesangst unseres Herrn Jesus Christus im Ölgarten, Bischöfliche Gutheißung, Benignus, Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Überreuter, 2. Auflage Wien 1850