Freitag, 18. März 2016

Betrachtung des Leidens Jesu bei der hl. Messe - Epistel

Dominus vobiscum

(Jesus wendet sich zu Petrus, und blickt ihn an. Dieser geht hinaus und weint bitter.) -
Falle ich, wie Petrus aus Schwachheit, o so zeige mir Dein gnädiges Angesicht, o Gott! reiche mir Deine Hand, damit ich, wie dieser Jünger, geschwind aufstehe, meine Sünden beweine, mich bessere, und durch verdoppelten Eifer in Erfüllung meiner Pflichten die vorhergegangenen Fehler wieder gut mache.


Epistel

(Jesus wird zu Pilatus geführt, und auf mancherlei Art verleumdet und angeklagt.)
Wie schändlich und ungerecht ist die Verleumdung! sie  verletzt die Nächstenliebe, welche doch eine der wichtigsten Pflichten der Religion ist. Gott behüte mich gnädig davor! - Wer es mit der Wahrheit hält, sprichst Du, o Jesu! der hält es mir Mir. Verfestige mich in der Überzeugung, daß alle Deine Lehren die reinste Wahrheit sind, und verleihe mir, daß ich durch die Befolgung Deiner Vorschriften meine zeitliche und ewige Glückseligkeit befördere.


entnommen aus: Die Heilige Stunde - Todesangst unseres Herrn Jesus Christus im Ölgarten, Bischöfliche Gutheißung, Benignus, Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Überreuter, 2. Auflage Wien 1850